B2B
24.10.2014

Microsoft steigert Umsatz dank Surface, Xbox und Office

Microsoft hat dank einer starken Nachfrage nach seinen Tablets, Spielekonsolen und Office365 seinen Umsatz im vergangenen Quartal überraschend deutlich gesteigert.

Der Umsatz von Microsoft kletterte im vergangenen Quartal um 25 Prozent auf 23,2 Milliarden Dollar, wie der Konzern in der Nacht von Donnerstag auf Freitag bekannt gab. Analysten hatten lediglich einen Umsatzanstieg auf 22 Milliarden Dollar erwartet. Wegen des im Sommer angekündigten massiven Stellenabbaus und den damit verbundenen Abfindungen ging der Gewinn trotz des gesteigerten Umsatzes zurück. Analysten bewerteten die Geschäftszahlen positiv, an der Wall Street legten Microsoft-Aktien am Donnerstag im nachbörslichen Handel mehr als drei Prozent zu.

Besonders stark sind die Umsätze von Microsofts Surface-Tablets gestiegen. Im vergangenen Quartal setzte Microsoft mit den Geräten 908 Millionen Dollar um, 127 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wie viele Geräte verkauft wurden, gab Microsoft dennoch nicht bekannt. Es war das erste volle Quartal mit dem neuen Modell Surface Pro 3 (futurezone-Test). Auch die Verkäufe der Lumia-Smartphones steigen. So wurden 9,3 Millionen Geräte verkauft, knapp sechs Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Die Xbox verkauft sich ebenfalls gut, im vergangenen Quartal wurden laut Microsoft 2,4 Millionen Stück verkauft. Unklar bleibt, wie dabei die Aufteilung zwischen der neuen Xbox One und der älteren Xbox 360 aussieht. Ein weiterer wesentlicher Teil von Microsofts Umsatz kommt von den Office365-Abos. Hier verzeichnet der Konzern aktuell sieben Millionen Abonnenten. 2013 waren es noch 5,6 Millionen.

Stellenabbau

Microsoft hatte im Juli den größten Stellenabbau seit der Gründung des Unternehmens vor 39 Jahren angekündigt. Von den insgesamt 127.000 Arbeitsplätzen sollen 18.000 wegfallen. Wegen des Stellenabbaus und der Abfindungen wies Microsoft für das erste Geschäftsquartal eine Sonderbelastung im Umfang von 1,1 Milliarden Dollar aus. Dadurch sei das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar gesunken. Je Aktie ergab sich ein Gewinn von 0,54 Dollar, was deutlich über den Analystenerwartungen von 0,49 Dollar lag.

„Angesichts der jüngsten Serie von schlechten Quartalszahlen mehrerer Tech-Konzerne wie Oracle, IBM, SAP, VMware und EMC widersetzt sich Microsoft dem Trend“, sagte Analyst Daniel Ives von FBR Capital Marktes. Die jüngsten Microsoft-Zahlen seien eine „solide Leistung“.