B2B
07.08.2017

Microsoft wirft „Mobile first“ aus seiner Vision raus

Nach dem Scheitern von Windows Mobile verabschiedet sich das Unternehmen nach drei Jahren von „Mobile first“ als Firmenphilosophie.

In dem verpflichtenden Bericht für die US-Börse beschreiben die Unternehmen üblicherweise kurz ihre Vision bzw. Firmenphilosophie – so auch Microsoft. Wie The Register berichtet, sieht die Vision des Windows-Machers erstmals seit drei Jahren keine Mobilgeräte mehr vor.

2013 lautete die Vision noch „cloud-basierte Dienste für smarte Geräte“. 2014 bis 2016 war von den besten Plattformen und Services für die „mobile-first and cloud-first world“ zu lesen. 2017 ist Schluss damit. Zwar sollen wieder die besten Plattformen und Services gebaut werden, allerdings für eine „intelligente Cloud“ und „an intelligent edge infused with artificial intelligence.”

Wie ExtremeTech feststellt, wird in dem Bericht auch sonst nicht auf Smartphones eingegangen, außer wenn ein Multiplattformprodukt erwähnt wird, wie etwa Office 365. Mit dem Scheitern von Windows Mobile scheint sich Microsoft jetzt sehr bewusst vom Smartphone-Geschäft distanzieren zu wollen.

Der Fokus auf künstliche Intelligenz kommt für einige unerwartet. KI ist laut ExtremeTech in früheren Jahresberichten nicht thematisiert worden. In dem 2017er-Bericht ist KI aber gleich an sechs Stellen erwähnt.