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B2B
06/28/2019

Mobilfunk-Umsätze der Telekomfirmen stagnieren seit 2012

Das verbrauchte Datenvolumen in Österreich hat sich in der Zwischenzeit verfünfzehnfacht.

Die Mobilfunk-Umsätze der Telekomfirmen in Österreich stagnieren seit 2012 bei rund 600 Mio. Euro pro Quartal. Es gebe sogar einen leicht negativen Trend, geht aus einer Studie des Economica Instituts für die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) hervor.

Der Versand von SMS ist in den vergangenen sechs Jahren um knapp drei Viertel eingebrochen. 2012 wurden noch 7,8 Milliarden Textnachrichten verschickt, 2018 waren es nur noch 2,2 Milliarden. Messenger-Dienste wie Skype, WhatsApp, Facebook Messenger oder Signal ersetzen herkömmliche SMS.

In den vergangenen Jahren stieg der Datenverbrauch in Österreich rasant an. 2012 betrug der durchschnittliche mobile Datenverbrauch von Endkunden weniger als 25 Mio. GB pro Quartal, 2018 waren es bereits 373 Mio. GB und damit fast fünfzehn mal so viel Datenvolumen. Die Preise für mobiles Breitband sind stark gesunken, Anfang 2012 waren es knapp unter 25 Euro pro GB, 2018 sind es unter zwei Euro - ein Rückgang von 92 Prozent in sechs Jahren.

Wertschöpfung

Im Jahr 2018 betrug die Bruttowertschöpfung laut Berechnungen des Economica Instituts 6,96 Mrd. Euro, die unmittelbar und mittelbar mit der gesamten Telekomwirtschaft im Zusammenhang stehen. Darin eingerechnet sind ebenfalls die vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche, etwa die Herstellung von Glasfaserkabeln oder die Vermietung von Telekommunikationsanlagen. Die Ökonomen zählten 79.380 Arbeitsplätze.

Die RTR hat die Studie nach eigenen Angaben in Auftrag gegeben, um die ökonomische Bedeutung der Telekommunikationswirtschaft aufzuzeigen. Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung über die Systematik der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung hinaus wurde bislang nur unzureichend thematisiert", so Telekom-Regulator Johannes Gungl am Freitag in einer Aussendung. "Die Leistungen der Telekommunikationswirtschaft sind Grundvoraussetzung für das Funktionieren einer digitalen Ökonomie und modernen Gesellschaft", so Studienautor und Economica-Chef Christian Helmenstein.