Digital Life
07.06.2018

Mobilfunk: Datenvolumen steigt rasant, SMS-Nutzung auf Tiefstand

Im vergangenen Jahr wurden in österreichischen Mobilfunknetzen erstmals mehr als eine Milliarde Euro an Daten übertragen. SMS verliert zunehmend an Bedeutung.

Das über die heimischen Mobilfunknetze transportierte Datenvolumen hat im vergangenen Jahr erstmals die Milliarden-Gigabyte-Marke überschritten. Das entspreche rund 100 Millionen Spielfilmen in 4K-Qualität, sagte Lothar Roitner, Vizepräsident des Forum Mobilkommunikation (FMK) am Donnerstag bei der Jahrespressekonferenz des Branchenverbandes. Die verbrauchten Gesprächsminuten waren im vergangenen Jahr mit 21,58 Milliarden trotz Internet-Telefonie auf dem Niveau der Vorjahre.

SMS-Nutzung sinkt

Stark zurückgegangen ist hingegen die SMS-Nutzung. 2017 wurden lediglich 2,43 Milliarden SMS versandt. Im Vergleich dazu waren es 2012 noch 8,4 Milliarden. Grund für den Rückgang ist die steigende Popularität von Messaging- Diensten. Die Anzahl der über WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram oder anderen Diensten versandten Nachrichten schätzt der Branchenverband auf rund 100 Milliarden.

Mehr SIM-Karten

Nach einer Stagnation in den vergangenen Jahren gab es 2017 hingegen wieder eine Steigerung bei den SIM-Karten. Insgesamt waren 14,4 Millionen aktive SIM-Karten im Umlauf. Roitner führt dies auf die zunehmende Nutzung von mobilem Internet in privaten Haushalten und Steigerungen bei der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation im Internet der Dinge zurück.

Die Immissionsbelastung sei trotz des Anstiegs beim Datenvolumen weit unter den vorgeschriebenen Grenzwerten geblieben, sagte FMK-Geschäftsführerin Margit Kropik. Der Branchenverband misst die Werte seit mehr als zehn Jahren österreichweit. Online können sie unter messwerte.fmk.at abgerufen werden.