B2B
28.04.2018

Mobilfunker T-Mobile USA und Sprint fusionieren doch

Berichten zufolge soll die Fusion zwischen der Nummer drei und vier auf dem US-Mobilfunkmarkt doch stattfinden.

Der Zusammenschluss der Telekom-Tochter T-Mobile mit dem US-Rivalen Sprint könnte laut US-Medien doch noch zustande kommen - und zwar zügig. Die Unternehmen befänden sich in den letzten Zügen der Verhandlungen, bereits am Sonntag könne der Deal bekanntgegeben werden, berichtete der Sender CNBC am Freitag unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Der Finanzdienst Bloomberg erfuhr von Insidern, dass die Deutsche Telekom bei einer Einigung 42 Prozent am fusionierten Konzern und 69 Prozent der Stimmrechte erhalten könnte.

Dritter Versuch

T-Mobile und Sprint äußerten sich zunächst nicht. Eigentlich hatten die Telekom und der japanische Technologiekonzern Softbank das Ringen um eine Fusion ihrer US-Mobilfunktöchter erst vor fünf Monaten offiziell eingestellt. Die Parteien beschnuppern sich schon lange - es ist bereits das dritte Mal in vier Jahren, dass ein Zusammenschluss ausgelotet wird. Ob die US-Kartellwächter dem überhaupt zustimmen würden, ist unklar. T-Mobile ist nach Verizon und AT&T die Nummer drei, Sprint die Nummer vier auf dem US-Markt.

Bei der Frage, mit welcher Bewertung Sprint in eine Fusion gehen soll, gingen die Berichte auseinander. Laut den von CNBC zitierten Kreisen sollen 6,5 Dollar je Aktie veranschlagt werden. Damit würde sich ein Gesamtwert von rund 26 Milliarden Dollar ergeben - das würde in etwa dem aktuellen Börsenwert entsprechen. Bloomberg berichtete hingegen von nur 6,1 Dollar pro Aktie, womit Sprint lediglich auf rund 24 Milliarden Dollar taxiert würde. T-Mobile brachte es zuletzt auf einen Börsenwert von rund 55 Milliarden Dollar.