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Nokia baut 5G-Mobilfunknetz für A1

A1 und Nokia haben einen Vertrag zum gemeinsamen Aufbau eines 5G-Netzes in Österreich unterzeichnet. Die Zusammenarbeit überrascht wenig: Nokia ist langjähriger Technologie-Partner von A1 und unterstützte den Mobilfunkanbieter auch bei einigen Pilotprojekten zu 5G. Unter anderem haben die beiden Unternehmen im Jänner im niederösterreichischen Gmünd die erste Datenübertragung über 5G im A1-Netz durchgeführt. Am Flughafen Wien wurde das erste Campus-Netzwerk implementiert.

"Gemeinsam mit A1 haben wir die Leistungsfähigkeit der 5G-Technologie und unseres umfassenden Portfolios mehrfach unter Beweis gestellt", meint Peter Wukowits, Geschäftsführer von Nokia Austria. "Jetzt ist es an der Zeit, die neue Mobilfunkgeneration einzuführen und in Realität umzusetzen." A1 CEO Marcus Grausam: "Zusammen mit Nokia nutzen wir das volle Potential von 5G."

Bogen um Huawei

Mit der Wahl von Nokia umgeht A1 die Problematik rund um Huawei. Der chinesische Netzausstatter gilt als einer der Vorreiter bei 5G-Technologie. Ihm wird allerdings von den USA vorgeworfen, Daten an die chinesische Regierung weiterzuleiten und so im staatlichen Auftrag zu spionieren. Mehrere Staaten weltweit sind dem Aufruf der USA gefolgt, Huawei von 5G-Vergabeverfahren auszuschließen.

Huawei dementiert den Vorwurf vehement und hat in den USA sogar Klage eingereicht. Das österreichische Infrastrukturministerium (BMVIT) will Huawei nicht prinzipiell von 5G ausschließen. In Österreich hat Huawei in der Vergangenheit vor allem mit T-Mobile zusammengearbeitet. Welchen Anteil Huawei am 5G-Netzausbau des Mobilfunkers haben wird, ist noch unklar. T-Mobile betonte bisher stets, auf eine Multi-Vendor-Strategie zu setzen und Technologie von mehreren Netzwerkausrüstern zu verwenden.

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