B2B
06.10.2015

Russische Kartellbehörde setzt Google Frist bei Android

Dem US-Internetkonzern droht in Russland eine Milliardenstrafe. Die Kartellbehörden werfen Google vor, eigene Apps bei dem mobilen Betriebssystem Android zu bevorzugen.

In dem russischen Kartellverfahren gegen Google hat die Wettbewerbsbehörde dem Internetriesen eine Frist gesetzt. Google müsse bis zum 18. November dafür sorgen, dass bei Anwendungen für Smartphones mit dem Betriebssystem Android alle Anbieter gleichberechtigt zum Zuge kommen.

15 Prozent des Jahresumsatzes

Die Behörde in Moskau drohte dem Unternehmen am Montag eine Geldstrafe bis zu 15 Prozent des Jahresumsatzes mit Apps von 2014 an. Der Vorwurf ist, dass Google seine Apps paketweise auf den Handys vorinstallieren lasse und anderen App-Herstellern den Zugang erschwere.

Auch EU prüft

Der russische Suchmaschinenbetreiber und größte lokale Google-Konkurrent Yandex hatte das Verfahren Anfang des Jahres ausgelöst. Google wies in der Vergangenheit solche Vorwürfe stets als unbegründet zurück. Auch die Kartellwächter der EU-Kommission schauen sich derzeit der Wettbewerb bei Android an, haben aber bisher nicht über die Einleitung eines förmlichen Verfahrens entschieden.