B2B
07.10.2014

Samsung: Gewinn bricht um fast 60 Prozent ein

Der südkoreanischen Konzern hat im vierten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Im Jahresvergleich ist der Betriebsgewinn auf 3,06 Milliarden Euro gesunken.

Der schärfere Wettbewerb bei Smartphones drückt den Gewinn des Weltmarktführer Samsung. Das operative Ergebnis des südkoreanischen Technologie-Konzerns für das dritte Quartal fiel im Jahresvergleich um rund 60 Prozent. Es ist der vierte Quartalsrückgang in Folge.

Der Gewinn aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im abgelaufenen Quartal werde auf 4,1 Billionen Won (etwa 3,1 Mrd Euro) geschätzt, teilte der größte Hersteller von Handys, Speicherchips und TV-Geräten am Dienstag mit. Der Umsatz werde bei 47 Billionen Won liegen, nach rund 59 Billionen Won im dritten Quartal 2013. Endgültige Zahlen, den Überschuss eingeschlossen, will Samsung wie üblich erst später im Monat nachliefern. Die Unsicherheiten im Geschäfts mit IT und mobiler Kommunikation wie Handys, Netzwerken und digitaler Bildverarbeitung dauerten im vierten Quartal 2014 an, hieß es einer Mitteilung von Samsung.

Smartphone-Absatz erhöht

Zwar habe sich der Smartphone-Absatz im Zeitraum zwischen Juli und September „inmitten eines intensiven Wettbewerbs leicht erhöht“. Doch das Betriebsergebnis sei infolge höherer Marketingausgaben und eines niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreises zurückgegangen. Bei den Modellen im oberen Preissegment sei der Absatz gesunken. Gleichzeitig seien die Preise für ältere Modelle gefallen.

Der schlechtere Ergebnisausblick kam für Marktbeobachter nicht überraschend. Der Wettbewerb im Smartphone-Markt ist schärfer geworden. Besonders in Asien machten zuletzt lokale Hersteller Samsung seine Spitzenposition im Geschäft mit Handys und Smartphones streitig, wie Markterhebungen in Indien und China zeigen. Daneben verzeichnete Apple mit seinen neuen iPhone-Modellen im Oberklasse-Segment große Absatzerfolge. Damit nehmen die Rivalen Samsung in die Zange aus zwei Richtungen sowohl bei günstigen als auch bei teuren Geräten.

Neue Chip-Fabrik

Zugleich setzt Samsung weiter auf den zunehmenden Bedarf an Speicherkapazitäten in mobilen Geräten, eingeschlossen Smartphones. Am Montag hatte der Elektronikhersteller den Bau einer neuen riesigen Chip-Fabrik am heimischen Standort in Pyongtaek unweit von Seoul für umgerechnet mehr als elf Milliarden Euro angekündigt.

Der Ertrag im Speicher-Geschäft habe sich im Vergleich zum Vorquartal verbessert, teilte Samsung am Dienstag weiter mit. Als Gründe dafür nannte das Unternehmen eine starke saisonale Nachfrage nach PCs und Servern, die Stabilisierung der Marktpreise sowie eine allgemeine Kostenreduzierung.