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B2B
12/06/2013

Samsung sieht klare Android-Dominanz in Österreich

Im Gespräch mit der futurezone zieht Martin Wallner, Mobile- und IT-Chef bei Samsung Österreich, eine positive Bilanz für 2013. Dank Samsung ist Android klare Nummer Eins.

Österreich ist ein Smartphone-Land, bereits zwei von drei Mobilfunk-Kunden telefoniert smart, im kommenden Jahr wird der Anteil Smartphone/Handy von derzeit 70/30 weiter auf 80/20 Prozent zulegen. “In Österreich wurden heuer 3,4 Millionen Smartphones verkauft, 2014 werden es mindestens 3,5 Millionen sein”, sagt Samsung Österreichs Mobile- und IT-Chef Martin Wallner. Ein Drittel dieser Phones sind LTE-fähig, im kommenden Jahr wird es schon jedes zweite sein.

Tablet: Android überholt iOS

“Wir sind weltweit die Nummer 1, freilich auch in Österreich”, so Wallner. Sein persönliches Highlight 2013 ist, dass der koreanische Hersteller nun auch den Tablet-Markt dominiert. “Vor zwei Jahren haben alle gelacht und uns für größenwahnsinnig bezeichnet, weil wir auch bei den Tablets Marktführer werden wollten”, sagt Wallner im futurezone-Interview. “Seit August sind wir mit 35 Prozent Marktanteil auch bei den Tablets die Nummer 1 im Land. Insgesamt wurden in Österreich heuer 650.000 Tablets verkauft, im kommenden Jahr sollen es 850.000 werden. Von 2012 auf 2013 hat sich der Markt verdoppelt.

Android viermal so stark wie iOS

Auch auf dem Weltmarkt sieht es für Samsung derzeit gut aus. Abgesehen davon, dass man bereits die acht wertvollste Marke der Welt ist wurden 2013 allein von den Premium-Modellen der S- und Note-Serie weltweit 100 Millionen verkauft. Das hat dazu geführt, dass der Anteil von Android-Smartphones weltweit nun 76 Prozent beträgt, der von Apples iOS 17 Prozent. Die restlichen sieben Prozent teilen sich Blackberry, Windows und kleinere Betriebssysteme auf, wie etwa Firefox OS, für Wallner übrigens ein “mutiges Experiment”.

„Wir wollen die Post-PC-Ära besetzen“

Bei den Tables hat Android mit 59 Prozent Marktanteil ebenfalls Apple überholt, dessen Marktanteil beträgt nun 39 Prozent. “Unser Ziel am Tablet-Markt ist, damit die Post-PC-Ära zu besetzen.” Zwar hat Samsung noch Notebooks im Portfolio, aber hier will man sich künftig nur noch auf die High-End-Produkte konzentrieren. “Der Notebook-Markt wird zum Großteil vom Tablet-Markt ersetzt”, so Wallner.

Windows muss man ernst nehmen

Dass Windows wieder aufholen wird, hält Samsungs Mobile- und IT-Chef für möglich. “Wenn, dann traue ich das Microsoft zu, denn einen Konzern, der mehr als 18 Milliarden-Dollar verdient, darf man nicht unterschätzen. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich – wenn man zweiter oder dritter ist, kann es ein langer Weg sein. Aber der Kauf von Nokia kann sich als hilfreich erweisen.” Im Nachsatz: “Der Abstand ist ein gewaltiger, aber es kann, wie man ja am Beispiel der Unternehmensgeschichte von Nokia gesehen hat, ziemlich schnell gehen im Business.” Apropos Business: Samsung will künftig noch stärker das Business-Segment bedienen. “Wir haben mit unserem Knox eine Alternative zu Blackberry, damit lässt sich Android hervorragend in den Business-Bereich integrieren.”

Phablets & Wearables

2014 will Samsung noch einiges drauflegen und den Innovationsreigen bereits bei der CES in Las Vegas Anfang Jänner starten. Bei der Consumer Electronics Show wird man sich auf Tablets fokussieren. Beim Mobile World Congress im Februar setzt der koreanische Konzern seinen Schwerpunkt auf Smartphones. “Die Trends 2014 sind 4G, Phablets und Wearables”, so Wallner, der noch keine Details verraten darf. Zu erwarten ist, dass neben diversen LTE-Smartphones bei den Phablets einige neue Modelle geben wird. Auch in der Kategorie der “Wearables”, also Computer, die man am Körper trägt, wird es neue Produkte geben. Vermutlich neue Galaxy Gear-Modelle und Sensoren, rund um die Themen Sport, Fitness und Gesundheit.

Warten auf das Falt-Phone

Noch nicht zu viel erwarten soll man sich von den flexiblen Displays. 2014 werde man “erste Ansätze” sehen – so wird in den diversen Foren bereits gemunkelt, dass das Samsung Galaxy S5 an der Geräte-Außenkante mit einem leicht gebogenen Display ausgestattet sein könnte, aber die ersten wirklich flexiblen oder gar gebogenen Displays werde es erst 2015 zu kaufen geben.