B2B
06.04.2017

Spotify erwägt untypische Abkürzung beim Weg an die Börse

Der Musikstreaming-Anbieter erwägt die Aktien ohne Preisbildungsverfahren direkt an einer US-Börse zu registrieren. So müsste Spotify keine Gebühren an Finanzinstitute zahlen.

Der Musikstreaming-Marktführer Spotify könnte bei seinem Börsengang laut einem Medienbericht eine untypische Abkürzung nehmen. Die schwedische Firma erwäge, ihre Aktien ohne das übliche Preisbildungsverfahren direkt an einer US-Börse zu registrieren, schrieb das "Wall Street Journal" (WSJ) am Donnerstag.

Damit kämen die Aktien einfach in den Handel - ohne dass Spotify dabei frisches Geld hereinholt oder Banken für die Platzierung neuer Anteilsscheine engagiert.

Ein Vorteil dieses Verfahrens wäre, dass Spotify keine Gebühren an Finanzinstitute abdrücken müsste und die aktuellen Anteile nicht durch die Ausgabe zusätzlicher verwässert würden. Zugleich schränkte eine der Quellen der Zeitung ein, dass Spotify am Ende auch den traditionellen Weg wählen könnte. Die Aktien könnten im September an die Börse kommen, hieß es.

10 Milliarden Dollar

Spotify wurde in der jüngsten Finanzierungsrunde im Sommer 2015 laut Medienberichten insgesamt mit 8,5 Mrd. Dollar (8 Mrd. Euro) bewertet. Laut " WSJ" wird nun ein Börsenwert bei 10 Mrd. Dollar angestrebt.

Über einen Börsengang der Firma wird bereits seit längerer Zeit spekuliert. Spotify ist die Nummer eins im Geschäft mit Musik-Streaming, bei dem die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden. Der Dienst kommt nach eigenen Angaben auf 50 Millionen zahlende Abo-Kunden und mehr als 100 Millionen Nutzer insgesamt.