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B2B
12/03/2013

Spotify will Musiker mit Statistiken von Wert überzeugen

Spotify will Musiker, die bezweifeln dass mit dem Streaming-Dienst Geld verdient werden kann, durch statistische Analysen vom Gegenteil überzeugen.

Auf der neuen Webseite "Spotify Artists" erklärt Spotify sein eigenes Geschäftsmodell und liefert Zahlen, die beweisen sollen, dass das Anbieten von Musik auf der Plattform lohnenswert ist. So rechnet die Strreaming-Plattform vor, dass ab einer Abonnenten-Zahl von 40 Millionen selbst alternative Nischen-Alben 17.000 US-Dollar pro Monat über Spotify einbringen können. Derzeit hat die Plattform laut Analysten etwa 10 Millionen zahlende Nutzer, wie der Guardian berichtet.

Hoffen auf Abos

Die Plattform bietet außerdem kostenlose Analyse-Software, die Musiker mit Daten zu den Abrufen ihrer Songs beliefern soll. Grund für die PR-Offensive ist die immer wieder aufkeimende Kritik von namhaften Musikern am Geschäftsmodell. Tom Yorke von Radiohead hat die Plattform beispielsweise als "den letzten Furz einer sterbenden Industrie" bezeichnet. Der Hauptkritikpunkt ist üblicherweise, dass Musiker mit Spotify zu wenig verdienen.

Spotify zahlt fast 70 Prozent seiner Einnahmen an die Künstler aus. Pro abgespieltem Song sind das laut dem Anbieter derzeit zwischen 0,006 und 0,0084 UD-Dollar. "Kleine Bands verdienen derzeit vielleicht nur 3.000 Dollar im Monat, wenn wir unser Ziel von 40 Mio. Abonnenten erreichen, werden auch unbekannte Künstler nur über unser Angebot 17.000 Dollar pro Monat und Album verdienen. Superstars können dann mit Spotify-Einnahmen von über zwei Mio. Dollar pro Monat rechnen", heißt es in einer Aussendung auf der Seite.