B2B
31.03.2017

Streaming bringt erstmals den Großteil der US-Musikerlöse

In den USA wird erstmals mit Musik-Streaming mehr verdient als mit allen anderen Vertriebswegen.

Es ist ein wichtiger Meilenstein für die Musikindustrie: Das Streaming hat im bedeutenden US-Markt im vergangenen Jahr erstmals mehr als die Hälfte des Geschäfts ausgemacht. Auch der gesamte Markt wuchs 2016 mit einem Plus von 11,4 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar nach der Talfahrt des vergangenen Jahrzehnts außergewöhnlich stark.

Nach Zahlen der US-Branchenorganisation RIAA vom späten Donnerstag machte das Streaming, bei dem Musik direkt aus dem Netz abgespielt wird, dabei 51,4 Prozent der Erlöse aus. Mit dem Verkauf physischer Tonträger wie CDs, Blu-ray-Discs oder Vinyl-Schallplatten machte die Branche knapp 22 Prozent des Geschäfts.

Situation in Österreich

Am österreichischen Markt ist die Situation noch umgekehrt: Hierzulande ist die CD weiterhin Umsatzbringer Nummer 1 mit einem Marktanteil von 56 Prozent im Vorjahr. Von insgesamt 137 Mio. Euro (ein Rückgang von 4,4 Prozent im Vergleich zu 2015) wurden 73,3 Mio. Euro mit physischen Tonträgern lukriert. Das Digitalgeschäft und hier allen voran der Streamingbereich befindet sich aber ebenfalls seit Jahren auf Wachstumskurs: 2016 waren Spotify und Co für 17,5 Mio. Euro Umsatz in Österreich verantwortlich.