B2B
13.02.2019

Telekom Austria verdiente 2018 deutlich weniger

In Österreich legte das Betriebsergebnis zwar zu, in Südosteuropa musste der Konzern aber Einbrüche hinnehmen.

Die Telekom Austria hat im Vorjahr deutlich weniger verdient. Das Betriebsergebnis gab um 4,6 Prozent auf 424 Mio. Euro nach, das Jahresergebnis brach um 29,7 Prozent auf 242 Mio. Euro ein, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag. Deutlich zugelegt hat die Nettoverschuldung, hier gab es ein Plus von 16,6 Prozent auf 2,72 Mrd. Euro.

Der Umsatz erhöhte sich um 1,8 Prozent auf 4,47 Mrd. Euro. Für das heurige Jahr wird ein Umsatzplus von zwei Prozent angestrebt. Ebenfalls zugelegt hat der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, er erhöhte sich um 4,9 Prozent.

Zahl der Kunden in Österreich stabil

In Österreich lief es für den teilstaatlichen, börsennotierten Konzern ganz gut, hier legte das Betriebsergebnis um 7,2 Prozent zu. Die Zahl der Mobilfunkkunden blieb mit 5,4 Millionen stabil. Dafür zahlten die Kunden mehr, der Durchschnittsumsatz legte um 2,9 Prozent auf 16,1 Euro monatlich zu.

Kosten für Rebranding

Schlechter lief es in Bulgarien, wo das Betriebsergebnis um 22,8 Prozent nachgab. Noch schlimmer war es in Kroatien mit einem Minus von 41 Prozent. In Weißrussland gab das Ergebnis um 29 Prozent nach. In Slowenien betrug das Minus 15 Prozent. Wobei in diesen Bilanzen die Kosten für das Rebranding hin zu A1 voll durchschlagen.

Telekom Austria-Chef Thomas Arnoldner, der seit September des Vorjahres dem Konzern vorsteht, analysierte in einer Aussendung das Jahresergebnis so: „Ein starkes viertes Quartal und eine solide Performance im Gesamtjahr 2018.“ Er verweist dabei auf die um Einmal- und Währungseffekte sowie Restrukturierungsaufwendungen bereinigten Zahlen. Bereinigt stiegen demnach die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei um 3,6 Prozent gestiegen. „Wobei Wachstum in allen Segmenten mit Ausnahme von Slowenien und Weißrussland zu verzeichnen war“, so Arnoldner.