B2B
15.10.2018

Tesla muss demnächst Milliarden-Kredit zurückzahlen, doch das Geld fehlt

Der E-Autohersteller muss in den nächsten sechs Monaten mehr als eine Milliarde an Krediten zurückzahlen. Analysten halten aber am Glauben an Elon Musk fest.

In der Bilanz von Tesla soll ein Loch von 2,4 Milliarden Dollar klaffen. Insgesamt habe das Unternehmen Verbindlichkeiten in der Höhe von rund 9,1 Milliarden Dollar, dem würden 6,7 Milliarden an Vermögenswerten gegenüberstehen, schreibt Business Insider und Bloomberg.

In den kommenden Monaten werden nun Kredite fällig, die Tesla in finanzielle Schwierigkeiten bringen könnten: Im November muss eine Anleihe in der Höhe von 230 Millionen Dollar zurückbezahlt werden. Bis März werden 920 Millionen für einen Bankkredit fällig und noch im Dezember muss ein 157-Millionen-Darlehen getilgt werden.

Laut der Rechnung von Business Insider könnte Tesla die Schulden mit den zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln zwar bezahlen, es würden allerdings lediglich 60 Millionen an Cash übrig bleiben, was einem Bankrott gleichkommen würde. Auch wenn ein Vergleich schwierig erscheint, die Bilanz von GM habe kurz vor der Pleite 2009 besser ausgesehen als jene von Tesla derzeit.

Musk werde es wieder schaffen

Auch wenn die Model-3-Produktion nun besser läuft, schaffe es Tesla nicht, damit ausreichend Geld zu verdienen, um die Schulden begleichen zu können, schreibt Business Insider und bezieht sich dabei auf die Ratingagentur Moodys.

Andere Analysten geben sich wesentlich optimistischer und glauben, dass es Elon Musk wieder einmal schaffen wird, die Fälligkeit der Kredite zu verschieben, neues Geld aufzustellen und die Geldgeber zufrieden zu stellen. Vor allem jetzt, wo der Ausblick für den Autohersteller positiver erscheint, die Absatzzahlen steigen und die Margen durch eine verbesserte Produktion höher werden.