© Philips

Einbruch
06/21/2012

Umsatz mit LCD-Fernsehern geht erstmals zurück

Obwohl sie nach wie vor mehr als 80 Prozent des Marktes ausmachen, geht das Interesse an Flachbildschirmen zurück. Laut Analysten liegt das am mangelnden Innovationswillen der Hersteller, die keine neuen Kaufanreize bieten würden. Die Situation sei laut Analysten mit dem Smartphonemarkt vor dem iPhone vergleichbar.

Der Markt für LCD-Fernseher dürfte bereits einigermaßen gesättigt sein. Zumindest wenn man nach einem aktuellen Bericht von NPD DisplaySearch, einem US-amerikanischen Marktforschungsunternehmen, geht. Laut Paul Gagnon, Analyst bei NPD DisplaySearch, seien die Konsumenten nun stärker dazu geneigt, einen Fernseher für längere Zeit zu behalten, da sie keine neuen Kaufanreize erhalten. Das bestätigen auch die Zahlen: erstmals seit ihrem Bestehen mussten die Verkaufszahlen für LCD-Fernseher einen Rückgang verzeichnen.

"Wie vor dem iPhone"
Mit 84 Prozent Marktanteil dominieren LCD-Geräte aber nach wie vor den Markt, die 43 Millionen verkauften LCD-Fernseher im letzten Quartal bedeuten jedoch einen Rückgang um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Auch der allgemeine Verkauf von Fernsehgeräten ist trotz Großereignissen wie den Olympischen Spielen in London sowie der Fußball-Europameisterschaft um acht Prozent zurückgegangen.

Laut Tom Morrod, Analyst bei IHS iSuppli Research, werden zahlreiche Fernseherhersteller in den kommenden Monaten versuchen, ihre Geräte stärker von der Konkurrenz zu differenzieren um neue Anreize zu schaffen. "Die Situation ähnelt dem Smartphone-Markt vor dem iPhone. Viele Kunden warten darauf, einen Grund zu bekommen, mehr Geld auszugeben. Sollte so etwas nicht in nächster Zeit kommen, wird der Markt für Fernseher auf längere Zeit Schwierigkeiten bekommen.", meint Morrod.

Mehr zum Thema

  • Ikea-TV startet in Europa
  • OLED: Sony und Panasonic planen Kooperation
  • Samsung: OLED-TV-Verkauf startet heuer