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Übernahme Verizon bestätigt Yahoo-Übernahme für 4,8 Milliarden Dollar.

Das Internet-Urgestein gehört bald dem US-Telekomkonzern
Das Internet-Urgestein gehört bald dem US-Telekomkonzern - Foto: REUTERS/DENIS BALIBOUSE
Das Schicksal von Yahoo ist entschieden: Wie erwartet ist der Telekommunikations-Riese Verizon Medienberichten zufolge der Käufer.

Der Telekom-Konzern Verizon hat den Bieterwettstreit um das Kerngeschäft des Internet-Pioniers Yahoo für sich entschieden. Der Deal zu einem Kaufpreis von rund 4,8 Milliarden Dollar wurde von Vorizon gegenüber der Associated Press bestätigt. Verizon übernehme auch zumindest einen Teil der Yahoo-Immobilien, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Wiedersehen mit AOL

Der Web-Pionier Yahoo verliert nach über 20 Jahren seine Eigenständigkeit. Verizon will Yahoo mit seiner Internet-Tochter AOL zusammenlegen, um besser mit Google und Facebook bei Online-Werbung konkurrieren zu können. In der alten Yahoo-Gesellschaft bleiben die Beteiligungen an der chinesischen Online-Plattform Alibaba und Yahoo Japan.

Verizon galt in dem monatelangen Verkaufsprozess schon lange als der aussichtsreichste Bewerber. Nach bisherigen Informationen will der Telekom-Riese Yahoo mit seiner Internet-Sparte AOL zusammenlegen. Die Hoffnung dabei sei, dass man so einen schlagkräftigeren Konkurrenten für Google und Facebook bei Online-Werbung aufbauen könne.

Yahoo hatte sich zum Verkauf gestellt, nachdem es nicht gelungen war, die Beteiligung an Alibaba steuerfrei für die Aktionäre abzuspalten. Nun wurde stattdessen das Kerngeschäft abgestoßen.

Online-Werbung

Der Verkauf markiert das Ende der Unabhängigkeit für eine der bekanntesten Firmen in der Internet-Wirtschaft. Yahoo war vor über 20 Jahren als Verzeichnis von Webseiten gegründet worden. Dienste des Konzerns wie etwa E-Mail haben hunderte Millionen Nutzer, Yahoo tat sich jedoch schon seit Jahren schwer, das in Einnahmen umzumünzen. Das Geld wird vor allem mit Online-Werbung gemacht - und in diesem Geschäft wurde Yahoo immer mehr von Google und Facebook abgehängt.

Mehrere Chefs versuchten erfolglos, das Steuer bei Yahoo herumzureißen. Zuletzt hatte die ehemalige Google-Managerin Marissa Mayer vier Jahre Zeit dazu. Sie setzte auf einen Ausbau des Medienangebots, Investitionen in eigene Anstrengungen bei der Web-Suche und wollte jüngere Nutzer mit dem Kauf der Blog-Plattform Tumblr für rund eine Milliarde Dollar anlocken. Doch zuletzt fielen die Netto-Werbeerlöse allein im vergangenen Quartal um rund ein Fünftel und über zwei Runden von Wertberichtigungen sind rund zwei Drittel des Tumblr-Kaufpreises raus aus den Büchern.

Yahoo-Chefin Marissa Mayer erklärte, sie wolle nach dem Verkauf an den Telekom-Riesen Verizon weiter in dem Unternehmen bleiben. „Ich persönlich plane, zu bleiben“, schrieb sie in einem Blogeintrag am Montag. Nach bisherigen Informationen könnte Mayer bis zu 55 Millionen Dollar einsacken, wenn sie nach einer Übernahme von Yahoo ihren Job verlieren würde.

(dpa/futurezone) Erstellt am 25.07.2016, 13:22

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