B2B
27.08.2013

Verwendung von Werbeblockern steigt

Laut einem neuen Bericht, verwenden rund 30 Prozent aller Webseiten-Benutzer Software zum Ausblenden von Werbung. Die Wachstumsrate von Adblocking beträgt 43 Prozent pro Jahr. Webseitenbetreiber stehen damit vor einem großen Problem.

"Wir haben eine technikaffine Nutzerbasis, aber ich war immer noch geschockt, wie viele Adblocker verwenden", sagt Niero Gonzalez, Gründer der Gaming-Webseite Destructoid, in einem Forbes-Interview. Fast die Hälfte seiner Webseiten-Besucher blenden Werbung aus. Der Trend zum Verwenden derartiger Software zeigt sich verstärkt seit dem Prism-Überwachungsskandal, da Adblocking-Software oftmals nicht nur zum Ausklammern von lästiger Werbung dient, sondern auch verhindert, dass man von einer Webseite registriert wird.

Bei Google zeigt sich unterdessen ein vermehrtes Auftreten von Suchbegriffen rund um das Thema Ad-Blocking. Die neuen Studienergebnisse von PageFair, wonach rund 30 Prozent aller Netz-Surfer Adblocker verwenden, stehen in krassem Kontrast zu einer Studie aus dem Vorjahr, wonach 9,26 Prozent aller Internet-Benutzer Werbung verbannen.

Schaden
Für Webseiten-Betreiber stellt der Aufschwung von Adblocking-Software ein großes Problem dar. Fehlende Werbeeinnahmen sind die Folge. "Die Menge an Personen, die Werbung akzeptieren, wird kleiner und kleiner. Die Werbungen werden immer aggressiver. Die Leute sind genervt und legen sich Adblocker zu. Es ist ein Teufelskreis", sagt PageFair-CEO Neil O`Connor.

Destructoid-Chef Gonzalez beklagt die Auswirkungen: "Privatsphären-Unternehmen machen Geld, indem sie es uns wegnehmen. Sie stoßen uns im Grunde vor den heranrollenden Bus."

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