B2B
31.08.2018

Warren Buffett baut Apple-Beteiligung aus

Der 88 Jahre alte Milliardär glaubt weiter an die Stärke des iPhones und kritisiert die Auto-Pläne des US-Konzerns.

Börsen-Guru Warren Buffett deckt sich weiter mit Aktien des iPhone-Herstellers Apple ein. Er habe gerade "ein wenig" hinzugekauft, sagte Buffett dem US-Sender CNBC am Donnerstag bei einem Interview an seinem 88. Geburtstag. Im zweiten Quartal hatte Buffetts Gesellschaft Berkshire Hathaway die Beteiligung an dem kalifornischen Technologie-Konzern bereits um rund fünf Prozent aufgestockt.

Mit einem Anteil im Wert von zuletzt etwa 56 Milliarden Dollar (aktuell rund 48 Mrd. Euro) zählte Berkshire Hathaway Ende Juni schon zu den größten Apple-Aktionären. Buffett zeigte sich hochzufrieden mit dem Investment und lobte abermals die Markenstärke von Apple. "Ich konzentriere mich nicht auf die Verkaufszahlen im nächsten Quartal oder Jahr. Ich konzentriere mich auf die hunderten Millionen Menschen, die ihr Leben um das iPhone herum leben", so Buffett.

Würde Tesla-Übernahme unterstützen

Kritik übt er aber an Apples Auto-Plänen. Danach gefragt, ob er eine Übernahme Teslas durch Apple unterstützen würde, gab er ein zögerliches Ja ab. "Ich würde alles unterstützen, was Tim Cook macht, aber es ist meiner Meinung nach eine schlechte Idee, in das Auto-Geschäft einzusteigen", so Buffett gegenüber Fox Business. Das Auto-Geschäft sei hart umkämpft und würde einem Unternehmen keinen "dauerhaften Vorteil" liefern. Apple arbeitet Berichten zufolge nach wie vor an einem selbstfahrenden Auto, das in den kommenden Jahren Marktreife erlangen könnte.

Der Starinvestor hat gut lachen - die Aktie ist steil im Aufwind, erst jüngst hat Apple als erstes US-Unternehmen die Billionenmarke beim Börsenwert geknackt. Buffetts lobende Worte hievten den Kurs auf ein neues Rekordhoch, zuletzt stand die Aktie bei 228 Dollar. Das CNBC-Interview fand vor Buffetts Benefiz-Lunch in New York statt, bei dem Fans ihr Idol auf ein Steak treffen können. Der Termin wird jedes Jahr für wohltätige Zwecke versteigert und spielte diesmal 3,3 Millionen Dollar ein.