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Stellt die alternative Medizin die Zukunft des Gesundheitswesens dar?

Natürlich haben diese ihren verdienten Platz, denn die Senkung der Sterblichkeitsrate und Verlängerung zahlreicher Leben sind wirklich Errungenschaften, mit denen vor nur 150 Jahren kaum jemand gerechnet hat. Das Besiegen von Krebs, Impfungen gegen bislang tödliche Krankheiten und mehr sind heutzutage zu einem festen Bestandteil der Medizin geworden. Doch ist das alles? 

Pflanzen als Alternative?  

Manchmal vergessen wir, dass es bereits pflanzliche Wirkstoffe gegen bestimmte Probleme gab – und auch heute noch gibt. Die Krankenkassen verweigern meistens die Zahlung, da die „Wirkung nicht bewiesen wurde“, doch es gibt genügend Hinweise und Erfolgsberichte von Patienten, die in die richtige Richtung weisen. 

Die Vorteile – und einer der Hauptgründe, warum sogenannte Phytopharmaka wieder in Mode kommen – liegen in den verringerten Nebenwirkungen. Wenn ein chemisch hergestelltes Medikament genauso wirkt wie ein pflanzliches, aber Übelkeit und andere Nebenwirkungen verursacht, wieso sollte es dann eingenommen werden? Ein Beispiel dafür ist die Behandlung von Heuschnupfensymptomen. Herkömmliche Antihistaminika führen oft zu Ermüdung, wohingegen die Pestwurz keine derartige Wirkung zeigt. Immer mehr Patienten und Ärzte werfen daher einen neuen Blick in die Botanik.  

Die vielversprechenden Pflanzenwirkstoffe 

Natürlich enthalten beinahe alle Pflanzen irgendeinen Wirkstoff, doch nur einige enthalten sie in signifikanten Mengen. Dazu gehört beispielsweise die Cannabispflanze, die den Wirkstoff Cannabinoid, auch CBD genannt, produziert. Dieser kann im körpereigenen Endocannabinoidsystem wirken und somit als Schlafmittel wirken, aber auch gegen chronische Schmerzen und Angststörungen. Besonders Patienten mit chronischen Schmerzen nützen CBD von Herstellern wie Cibdol.de, doch es wird auch als Beihilfe gegen die Nebenwirkungen von Chemotherapien populär.  

Baldrian ist eine weitere Pflanze, die mit Leichtigkeit chemische Substanzen ersetzen kann. Forscher der Universität Gießen haben bewiesen, dass Baldrian gegen Schlafstörungen hilft und somit als natürlicher Ersatz für Schlaftabletten dienen kann.  

Auch gegen Schmerzen in Gelenken und leichte Sportverletzungen (blaue Flecken, Schwellungen der Gelenke, etc.) können pflanzliche Salben genauso helfen, wie Salben mit Schmerzmitteln und unangenehmen Nebenwirkungen. Nicht nur Arnika, sondern auch Kampfer und natürliches Menthol, das beispielsweise aus Ackerminze gewonnen wird, wirken schmerzstillend und entzündungshemmend auf Verletzungen. Letzterer Wirkstoff wird aus diesem Grund auch gerne in Halsbonbons und -pastillen gegen Halsschmerzen verwendet. 

Es gibt viele weitere Phytopharmaka, deren Wirkungen bei bestimmten Beschwerden bereits nachgewiesen wurde oder aufgrund von vielfachen Erfahrungen sehr naheliegt. Dazu gehören Johanniskraut zur Linderung depressiver Verstimmungen oder auch Weißdorn gegen Beschwerden in der Menopause. 

Wie sollte vorgegangen werden und wie sieht die Zukunft für Patienten aus?  

Auch bei Phytopharmaka empfiehlt sich ein Gang zum Arzt und eine ausführliche Aufklärung über Symptome und Ursachen bestimmter Beschwerden. Die Einnahme von Pflanzenheilmitteln sollte dabei erwähnt werden, denn in vereinzelten Fällen können diese eine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten, chemisch oder pflanzlich, verursachen. Häufig können dann mit Pflanzenwirkstoffen bewanderte Ärzte alternative Produkte vorschlagen. Gegen Schlafstörungen hilft beispielsweise nicht nur Baldrian, sondern auch CBD, Hopfen und weitere Pflanzen.  

Es wird immer leichter, Ärzte und Apotheker mit Erfahrung in Phytopharmazie zu finden. Der aktuelle Trend in der Medizin neigt nicht nur zu Forschung über Pflanzenmedizin sondern auch zur Forschung zu individuellen Therapien, die auf den Patienten abgestimmt sind. Hier überschneiden sich die beiden Fachbereiche, da die letzteren Therapien häufig zumindest teilweise Pflanzen verwenden, statt ausschließlich auf künstlich hergestellten Mitteln.  

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