Digital Life
31.03.2014

17.000-Euro-Rechnung: A1 lenkt ein, aber Kunde schuld

Im Fall des Studenten, der eine Handyrechnung über 17.000 Euro zahlen hätte sollen, nachdem sein Handy geklaut wurde, reduziert A1 die horrende Summe - auf 500 Euro.

Die Rechnung über 200 angebliche Auslands-Gesprächsstunden, die mit einem gestohlenen Handy eines Vorarlbergers geführt wurden, werden dem Studenten nun doch erlassen. Das teilte A1 in einer Aussendung am Montagnachmittag mit. Die Reduzierung der 17.000-Euro-Rechnung auf 500 Euro, die offenbar mit einem computergestützten Trick in nur wenigen Stunden erreicht wurde, werde allerdings auf Kulanz durchgeführt.

Kunde verantwortlich

Der Kunde hafte für den Zeitraum, bis eine Sicherheitssperre greife. Im aktuellen Fall hatte der Student die Sperre erst am Nachmittag nach dem Diebstahl - ihm wurde das Handy um fünf Uhr früh entwendet - in die Wege geleitet. Laut A1-Sprecherin Livia Dandrea-Böhm habe das Warnsystem wegen hohen Kosten bei A1 bereits früh angeschlagen. Bis der spanische Mobilfunkbetreiber reagierte, seien innerhalb der drei Stunden bereits die hohen Gebühren angefallen.

"Im Klartext heißt das also, Kunden sind bis zu dieser Sicherheitssperre für die bis dahin geführten Gespräche haftbar - auch wenn diese von Dritten geführt wurden. Da die Telefongespräche in Spanien - also bei einem anderen Betreiber - stattgefunden haben, werden sie auch von dort an A1 weiterverrechnet", teilte Dandrea-Böhm auf Nachfrage der futurezone. Sie stellte zudem klar, dass Kunden ab dem Zeitpunkt keine Kosten mehr entstehen, sobald sie die Sperre des Handys veranlassen.

Kulanz - 500 Euro

Da der betroffene Kunde die Gefahren von Betrugsbanden im Ausland nicht ausreichend einschätzte und die Schadenssumme sehr hoch ist, habe sich A1 entschlossen, für den aktuellen Fall in Kulanz den offenen Betrag auf eine Summe von 500 Euro zu reduzieren. Gleichzeitig wies A1 darauf hin, dass Kunden ihr Handy mit entsprechenden Schutzmaßnahmen wie Passwörter und Pin-Codes sichern sollten.