© Twitter / @Zackrydz

Digital Life

Affe klaut Handy und macht Selfies

Ein Smartphone zu bedienen ist so leicht, selbst Affen können mit dem Gerät umgehen. Ein Primat in Malaysia hat die Kamera eines gestohlenen Handys zumindest erfolgreich bedient. Zunächst hatte er das Gerät einem Studenten aus Johor im Süden des Landes entwendet. Der Student fand es später im Dschungel hinter seinem Haus wieder - und staunte nicht schlecht: Die Bildergalerie war voller Selfies und Videos des Affen.

Der 20-jährige Zackrydz Rodzi hatte zuvor nur noch die Handy-Hülle unter seinem Bett gefunden, vom zugehörigen Telefon fehlte aber jede Spur, wie er auf Twitter mitteilte. Zunächst habe der junge Malaysier an einen menschlichen Dieb gedacht, aber es habe kein Einbruchspuren gegeben, sagte er am Mittwoch der BBC. Der Vorfall ereignete sich bereits am Wochenende.

Affen-Selfies

Zackrydz begann nach eigenen Angaben nach seinem Smartphone zu suchen, rief seine Nummer an - und siehe da, es klingelte aus einem angrenzenden Stück Regenwald, wo das Gerät unter einer Palme lag. Ein Blick in die Foto- und Videogalerie sorgte dann für die große Überraschung: Der Primat hatte sich offenbar - wenn auch zumeist unscharf - selbst fotografiert und in einem Baum sitzend Videos gedreht. In einer Szene, die das Innere seines Mundes zeigt, versucht der tierische Bandit offenbar sein Diebesgut zu essen, ohne Erfolg.

Der Student postete Videos mit den Selfies des Äffchens in den sozialen Netzwerken. Allein sein Tweet wurde bereits 5.000 Mal geteilt. Wie das Tier ins Haus gekommen war und die Umstände der Filmaufnahmen blieben aber unklar.

Rechte am eigenen Bild

Vor einigen Jahren hatte ein Fotograf schon mal ein inzwischen berühmtes Selfie eines Affen veröffentlicht. Das Tier hatte die Kamera entwendet und ein Foto geschossen. Die Tierschutzorganisation Peta hatte im Anschluss Urheberrechtsansprüche im Namen des Affen geltend gemacht. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit hatte ein US-Gericht entschieden, dass der Affe keinen Copyright-Anspruch hat, der Fotograf willigte ein, 25 Prozent der Einnahmen durch das Foto für den Schutz der Affen zu spenden. Der Rechtsstreit hatte ihn aber in massive finanzielle Schwierigkeiten gebracht. 

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