© Facunro Arrizabalchga, ap

Digital Life
08/15/2015

AirDrop: Polizei ermittelt wegen Penisfotos am Handy

Nachdem einer Pendlerin in London über Apples Nahfunkdienst AirDrop Fotos eines männlichen Geschlechtsteils aufs Handy gespielt wurden, ermittelt die British Transport Police.

Weil sie in einem Zug im Süden Londons zwei Fotos von männlichen Genitalien über Apples Nahfunkdienst AirDrop auf ihr Smartphone gespielt bekam, erstattete eine 34-jährige Pendlerin Anzeige. Sie habe zuvor mit Bekannten Fotos über AirDrop ausgetauscht, deshalb sei die Funktion auf ihrem iPhone aktiviert gewesen, sagte die Pendlerin zu BBC News. Plötzlich seien mit kurzem Abstand zwei Bilder von einem Penis auf ihrem Bildschirm erschienen, die sie beide wegklickte.

Cyber-Flashing

Die für den britischen Schienenverkehr zuständige Polizei untersucht den Fall nun und fordert Fahrgäste von Eisenbahngesellschaften auf, ähnliche Fälle von Cyber-Flashing zu melden. Über AirDrop können Nutzer von Mac- oder iOS-Geräten auf kurze Distanzen über WLAN und Bluetooth Dateien tauschen. In den Einstellungen kann festgelegt werden, ob der Dateitausch nur mit Kontakten (Standard-Einstellung) oder allen Nutzern möglich sein soll. Die Frau hatte offenbar den Dateitausch für alle Nutzer in ihrer Umgebung aktiviert.

Die British Transport Police empfiehlt in solchen Fällen die Bilder zu Beweiszwecken zu sichern. In der Vergangenheit habe es bereits Fälle von Cyber-Flashing über Bluetooth gegeben, so eine Polizei-Sprecherin zur BBC. Die Geräte, von denen die Bilder gesendet wurden, könnten in der Regel leicht identifiziert werden.