Digital Life
31.05.2015

Als Lego versuchte, die Penisse aus dem Netz zu verbannen

Das mittlerweile eingestellte Online-Spiel Lego Universe stellte den Spielzeughersteller Lego vor das Problem, Kinder vor anrüchigen Bauwerken schützen zu müssen.

Die ehemalige Lego-Universe-Entwicklerin Megan Fox hat via Twitter erklärt, wie schwierig es für den Spielzeughersteller war, Jugendschutzmaßnahmen für die Online-Welt zu implementieren. Bei Lego Universe konnten Spieler Gebäude in beliebiger Form herstellen. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Nutzer auf die Idee kamen, Geschlechtsteile nachzubauen. Da der Bauklotz-Hersteller aber eine Nulltoleranzpolitik gegen anrüchige Inhalte vertritt, mussten solche Inhalte zensiert werden. Zuerst wurde versucht, Software zu schreiben, die Penisse und andere laut Lego unpassende Inhalte erkennen und ablehnen sollte.

Diese "Dong Protection"-Software (etwa "Schwengelschutz"-Software), wie Fox es nennt, stellte sich aber relativ schnell als Ding der Unmöglichkeit heraus, da die Nutzer Gebäude aus mehreren Teilen bauten, die nur aus einem bestimmten Blickwinkel wie Penisse aussahen - ein Albtraum für jeden Algorithmus. Am Ende musste Lego ein Team beschäftigen, das jedes Gebäude vorab auf seine Kindertauglichkeit prüfen musste. Laut Fox war das einer der größten Kostenpunkte bei Lego Universe.