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E-BOOKS
11/09/2010

Amazon erhöht Kindle-Einnahmen für Verleger

Der Online-Händler Amazon will Verlegern von Zeitungen und Magazinen künftig mehr für im Kindle-Store verkaufte Zeitschriften zahlen. Ziel ist es, dadurch ein größeres Angebot an Inhalten zu schaffen. In den USA ist die Zahl der E-Book-Leser zuletzt rasant gestiegen.

Ende dieses Jahres werden bereits 10,3 Millionen Verbraucher in den USA ein elektronisches Lesegerät, ihren Computer oder ihr Multimedia-Handy zum Bücherlesen nutzen, besagt eine am Montag veröffentlichte Studie des Marktforschungsinstituts Forrester Research. Ende vergangenen Jahres seien es erst 3,7 Millionen Nutzer gewesen. Bis 2015 soll sich die Zahl der E-Book-Leser in den USA auf knapp 30 Millionen erhöhen, erwarten die Marktforscher.

"Es geht um die Inhalte"

Umso mehr zählen die Inhalte, die über E-Book-Reader abrufbar sind. Amazon geht davon aus, dass im Kampf um die Marktherrschaft mit anderen E-Reader-Herstellern und E-Book-Stores vor allem das verfügbare Angebot zählt, so die "New York Times" ("NYT").

Amazon hat sich daher eine neue Strategie einfallen lassen, mit dem der Anbieter des E-Book-Readers Kindle und dem Kindle Store mehr Verleger als bisher dazu bringen will, digitale Versionen ihrer Zeitungen und Zeitschriften im Kindle-Store anzubieten. Der Anteil der Erträge wird daher ab 1. Dezember auf 70 Prozent erhöht, teilte Amazon am Montag (Ortszeit) mit. Derzeit bekommen Verleger im Schnitt nur etwa 30 Prozent. Durch dieses Konzept sollen die Verleger auch billigere Preise an die potentiellen Leser weiter geben können.

Kindle am meisten verbreitet

Das Konzept von Amazon funktioniert derzeit so, dass man ein Kindle-Gerät erwerben muss, um Kindle-Bücher und Zeitungen lesen zu können. Die Apps für iPads, iPhones, Windows Phones, Android-Handys, BlackBerrys oder auch PCs gibt es dafür kostenlos. Die E-Book-Versionen von Zeitungen können zudem nur direkt über den Online-Händler Amazon bezogen werden.

Laut der Studie von Forrester Research nutzen fast zwei Drittel der Befragten, 61 Prozent, ein Lesegerät für elektronische Bücher. Die anderen nutzen entweder ihren Computer, das iPad von Apple oder ein Smartphone wie das iPhone. Das am meisten genutzte Lesegerät in den USA ist demnach der Kindle von Amazon.

Tool soll Verlegern helfen

Amazon teilte zudem mit, dass Verleger zustimmen müssen, ihr Angebot auf allen Kindle-Geräten und Apps sowie allen Regionen, in denen der Verleger Rechte besitze, zur Verfügung zu stellen, wenn sie 70 Prozent der Einnahmen erhalten möchten.

Der Online-Händler präsentierte zudem am Montag das Beta-Release eines Tools, mit dem Verleger ein Magazin oder eine Zeitung einfach in den Kindle-Store reinstellen können. Das Tool erlaubt es Verlegern, ein Benutzerkonto zu erstellen, Inhalte hinzuzufügen und eine Vorschau des Hefts zu sehen, bevor es für Kindle-Nutzer freigeschalten wird.

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(futurezone/APA)

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