eBooks
10/23/2010

Amazon erlaubt Verborgen von Büchern

Der US-Onlinehändler räumt einen Kritikpunkt an elektronischen Büchern aus: In Kürze soll es Kindle-Besitzern - mit Einschränkungen - erlaubt sein, sich untereinander Bücher zu leihen.

Nach dem Hype der letzten Jahre ist es um eBooks und eReader wieder ruhiger geworden. Die anfängliche Euphorie ist verflogen, der Markanteil in den USA und Europa weiterhin gering, wie etwa ein Bericht von Technology Review zeigt. Wenn überhaupt, soll das digitale Buch den analogen Vorläufer frühestens in zwanzig Jahren überholen.
Oft geäußerter Kritikpunkte dabei: Ein Wiederverkauf - was zu einem Second-Hand-Markt helfen würde - ist weiterhin ungeregelt. Und im Gegensatz zu traditionellen Büchern kann das elektronische Pendant weder ausgeborgt noch unter Freunden verliehen werden. Kopierschutz, Angst vor Raubkopien und rechtliche Probleme verhindern dies.

Einmalige Leihe für 14 Tage
Amazon, weltweite Nummer Eins der eBook-Anbieter, will dies nun realisieren, nachdem Konkurrent Barnes&Noble schon vor längerer Zeit damit gestartet ist. Amazon hat angekündigt, bis Weihnachten eine Funktion einzuführen, die es Kindle-Besitzern erlaubt, Inhalte untereinander zu verborgen. 14 Tage lang dürfen Bücher verliehen werden. In dieser Zeit hat der eigentliche Besitzer keinen Zugriff auf das Werk. Ein weiterer Einschnitt: Amazon gestattet, dass ein Buch lediglich ein einziges Mal verliehen werden darf. Diese Regelungen treffen vorerst jedoch nicht alle Bücher. Ob ein Titel verborgt werden darf, hängt nicht von Amazon, sondern den Rechteinhabern ab. Ein Verlag kann also eine temporäre Weitergabe seiner Bücher verbieten.
Weiters hat Amazon angekündigt, dass Zeitungen und Magazine demnächst auch in Apps (iPhone, Android, etc.) verfügbar sein und dass die Apps die "Leih-Funktion" ebenfalls unterstützen werden.

(futurezone)

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