Digital Life
15.06.2015

Amiga 2000 steuert die Heizungen von 19 US-Schulen

Ein 28 Jahre alter Computer steuert die Heizungen und Klimaanlagen in 19 US-Schulen. Die Datenübertragen erfolgt über ein 1200-Baud-Modem und Funksignale.

Als der Grand Rapids Public School District Ende der 80er-Jahre einen Commodore Amiga 2000 kaufte, war dieser State-of-the-Art. Er wurde benutzt, um zentral die Klimaanlage und Heizung von 19 Schulgebäuden in dem Bezirk zu steuern. Weil der Umstieg auf ein neues System zu teuer ist, wurde der Amiga 2000 bisher nicht ausgetauscht und verrichtet nun seit über 25 Jahren seinen Dienst.

Die Software für die Steuerung wurde damals von einem High-School-Student geschrieben. Glücklicherweise wohnt dieser noch in der Gegend, denn jedes Mal, wenn die Software Probleme macht, muss er diese vor Ort beheben.

Funkverbindung

Die Verbindung zwischen dem Amiga 2000 und den Gebäuden erfolgt über Funksignale und ein 1200-Baud-Modem. Manchmal wird die Verbindung gestört, da die Funkgeräte des Wartungspersonals der Schulen dieselben Frequenzen nutzen. Wenn das passiert, müssen alle ihre Walkie Talkies für etwa 20 Minuten ausschalten.

Die Schulgebäude übertragen die Temperatur und den Status der Boiler und Kühlsysteme zum Amiga 2000. Dieser kann die Boiler steuern, die Klimaanlage aktivieren oder die Ventilatoren einschalten.

Ganz unbeschadet hat der Amiga 2000 die vielen Jahre nicht überstanden. Die Maus, Tastatur und der Bildschirm gaben zwischendurch den Geist auf. Ersatz wurde über eBay beschafft.

Der Schulbezirk hofft, das System bald modernisieren zu können. Dies könnte bis zu zwei Millionen US-Dollar kosten. Das Geld dafür soll durch eine Kommunalanleihe aufgestellt wurden, der der Wahlkreis aber erst zustimmen muss.