Digital Life
08.06.2016

An die Wand gefahren: Model-X-Besitzer beschuldigt Tesla

Ein Besitzer eines Tesla Model X, dessen Frau den Wagen mit Vollgas an die Wand fuhr, macht den Elektroautohersteller für den Unfall verantwortlich.

Die Beschleunigung sei unkontrollierbar gewesen, schrieb der Besitzer des fünf Tage alten Model X am Sonntag ins Forum des Autobauers. Tesla solle die Auslieferung des Wagens stoppen und der Ursache des Unfalls auf den Grund gehen, ist in dem Posting weiter zu lesen.

Tesla weist Vorwürfe zurück

Gegenüber electrek, das zuerst über den Vorfall berichtete, sagte ein Tesla-Sprecher, dass die Log-Daten des Wagens zeigen würden, dass das Auto manuell gesteuert worden sei und weder der Autopilot noch die Cruise-Control im Einsatz gewesen seien. Der Wagen sei von der Person hinter dem Steuer abrupt beschleunigt worden und habe nichts anderes getan, als den Anweisungen der Fahrerin zu folgen.

Aussage gegen Aussage

Der Wagenbesitzer wollte das nicht auf sich sitzen lassen. Seine Frau sei eine erfahrene Fahrerin und würde sehr wohl den Unterschied zwischen Gaspedal und Bremse kennen, sagte er gegenüber electrek. Es steht also Aussage gegen Aussage.

Teslas Automatiksysteme werden von Fahrern nicht selten überschätzt. Vor kurzem krachte ein Tesla Model S, das Adaptive Cruise Control (AAC) aktiviert hatte, auf einer Autobahn gegen einen stehenden Lastwagen. Auch in dem Fall schob der Fahrer die Schuld auf Tesla.