Die Roboter-Band "Compressorhead"

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Digital Life
12/04/2013

Android-Gründer Andy Rubin arbeitet an Google-Robotern

Laut der New York Times sind die Roboter vorerst allerdings nicht für Privatanwender, sondern für den industriellen Einsatz konzipiert.

Nachdem Android-Urgestein Andy Rubin sich von der Entwicklung des mobilen Betriebssystems zurückgezogen hat, gab es Gerüchte, wonach er sich der Forschung an Robotern verschrieben habe. Diese Angaben bestätigt nun ein Bericht in der New York Times (NYT). In den vergangenen sechs Monaten hat Google demnach sieben Technologieunternehmen gekauft, um eine neue Generation an Robotern zu entwickeln. Laut Menschen, die mit der Sachlage vertraut sind, konzentriert sich Google unter anderem auf die Automatisierung von Fließbandarbeit bei elektronischen Produkten.

„Zeit ist ein Faktor“, sagt Rubin gegenüber der NYT. „Wir brauchen eine lange Startbahn und eine Zehn-Jahres-Vision“, so der 50-Jährige, der zuvor für unter anderem für Carl Zeiss gearbeitet hat.

Auch Google-CEO Larry Page hat sich über Google+ zu dem Interview geäußert und schreibt, dass er sehr angetan von Rubins Projekt sei. „Es ist zwar noch sehr früh, aber ich kann es kaum erwarten, den Fortschritt zu sehen“, so Page.

Unter Rubins Zukäufen sei unter anderem die von japanischen Wissenschaftlern gegründete Firma Schaft, die einen humanoiden Roboter entwickeln will. Das Start-up Industrial Perception entwickelt Sicht-Systeme sowie mechanische Arme zum Beladen und Entladen von Lastwagen. Auf menschenähnliche Roboter und Arme spezialisieren sich auch Meka and Redwood Robotics.

Das Google-Projekt für ein selbstfahrendes Auto sei beim Start 2009 auch wie Science-Fiction vorgekommen, betonte Rubin. "Jetzt ist es in greifbare Nähe gerückt.“ Google liefert sich einen Wettlauf mit mehreren etablierten Autoherstellern wie Daimler, Volkswagen, Nissan und Volvo.