Digital Life
28.04.2017

Apple prüft Energieübertragung via WLAN

Ein Apple-Patentantrag aus den USA zeigt, dass der Konzern ein Verfahren prüft, mit dem Akkus über das WLAN-Spektrum geladen werden könnten.

US-Medien haben wieder einmal einen Patentantrag aus dem Hause Apple in die Hände bekommen. In dem Papier wird einerseits eine Methode vorgestellt, mit der Energie über verschiedene Frequenzen des elektromagnetischen Spektrums an Geräte übertragen werden könnte, berichtet theverge. Explizit genannt werden etwa die Mobilfunkfrequenzen im Bereich zwischen 700 und 2700 Megahertz, Millimeterwellen zwischen zehn und 400 Gigahertz sowie WLAN-Frequenzen zwischen 2,4 und fünf Gigahertz, berichtet Apple-Insider. Damit die Effizienz der Übertragung einen vertretbaren Wert erreicht, liefert Apple im Antrag auch gleich eine Beschreibung der notwendigen "Beam Forming"-Technologie mit, mit der die Strahlung gezielt auf ein Gerät, das geladen werden soll, gerichtet werden kann.

Mit Beam-Forming könnte nicht nur Energie über das WLAN-Signal an Akkus geschickt werden, sondern auch gleich der Empfang eines Geräts verbessert werden. Denkbar wären etwa Router, die erkennen wo Geräte sich befinden und das Signal dann gezielt an diese übermitteln. Zudem könnteeben auch der Akku auf diesem Weg geladen werden. Für die Energieübertragung per WLAN nennt Apple hier eine weitere Frequenz - im Bereich 60 Gigahertz - als Möglichkeit. Dieser Teilh des Spektrums wird für den kommenden 802.11ad-Standard verwendet. Wie weit Apples-Bemühungen in diesem Bereich tatsächlich fortgeschritten sind, geht aus dem Patentantrag, der lediglich eine grobe Beschreibung der nötigen Technologie liefert, nicht hervor.