Digital Life
23.01.2017

Australien ersetzt Reisepässe durch Gesichtserkennung

Australien will die Passagierabfertigung auf seinen internationalen Flughäfen automatisieren. Dafür sollen Passkontrollen durch Biometrie-Check-Stationen ersetzt werden.

Australien hat bereits 2015 angekündigt, dass es bis 2020 90 Prozent der Passagiere auf internationalen Flughäfen automatisiert abfertigen will, schreibt der Guardian. Wichtigster Baustein der weltweit bisher einzigartigen Strategie ist die Einführung eines kontaktlosen Systems für ankommende Passagiere. Die Zoll- und Einwanderungsbehörde des Landes hat angekündigt, noch in diesem Jahr mit der Einführung beginnen zu wollen, wie Fairfax berichtet. Das Ausfüllen von Passagierkarten und das Vorzeigen eines Reisepasses würden dann für Passagiere entfallen.

Augentest

Statdessen müssen Ankommende künftig eine Kombination aus Gesicht, Fingerabdruck und Augen an Automaten scannen lassen, die ihre Identität überprüfen. Die erst vor zehn Jahren eingeführten Reisepass-Scanner sollen durch solche Biometrie-Automaten ersetzt werden. Eine Sprecherin des verantwortlichen Ministeriums sagt gegenüber dem Guardian, dass die Technologie einen einfacheren Prozess ermögliche, der es dem Grenzschutz erlaube, mit steigenden Besucherzahlen fertigzuwerden und gleichzeitig die Sicherheit der Grenzen zu garantieren.

Ankommende Besucher sollen wie bei Inlandsflügen ohne Passkontrollen aus dem Flughafen gehen können. Bis 2019/20 sollen 90 Prozent der internationalen Passagiere automatisiert abgefertigt werden. Derzeit sucht das Ministerium allerdings noch passende technische Lösungen. Es gibt Anfragen an entsprechende Hersteller. Trotzdem soll bereits im Juli ein Pilotprojekt am kleinen Flughafen Canberra starten, bis 2019 sollen dann alle Flughäfen automatisiert werden. Das veranschlagte Budget liegt bei 94 Millionen US-Dollar.