Digital Life
31.12.2016

Bill Gates warnt vor tödlicher Epidemie

Der 61-jährige Microsoft-Gründer mahnt, dass die Welt aktuell nicht bereit sei, mit einer hochansteckenden Krankheit gut umzugehen.

Microsoft-Gründer und Milliardär Bill Gates hat sich in den vergangenen Jahren dem Kampf gegen ansteckende Krankheiten wie Malaria verschrieben. Nun hat er in einem Interview mit der BBC vor einer möglichen Epidemie gewarnt und angeregt, dass man verstärkt die Behandlung solcher erforschen sollte. „Ich kreuze meine Finger ständig, dass irgendeine große Epidemie wie die Grippe nicht in den nächsten zehn Jahren auftaucht“, so Gates in dem Interview. „Ich glaube, wir werden immer bessere medizinische Werkzeuge und bessere Maßnahmen haben, aber aktuell sind wir verwundbar, wenn sich etwas wie eine fatale Grippe schnell verbreitet.“

Gates verteidigte außerdem, wie die World Health Organization (WHO) mit der Ebola-Krise 2014 in Westafrika umging. Gates zufolge sei die Organisation weder ausreichend finanziert noch mit Personal ausgestattet, um alle Erwartungen zu erfüllen. Weiter führte er aus, dass reiche Länder Entwicklungsländern bei der Bekämpfung von Krankheiten helfen müssten. Sowohl aus humanitären Gründen, aber auch aus Eigeninteresse.

Fortschritte erzielte man zuletzt bei dem Eindämmen von Polio. Die Krankheit trete aktuell lediglich noch in Pakistan und Afghanistan auf. „Wir sind schon sehr nahe, hoffentlich wird es in dem kommenden Jahr den weltweit letzten Fall geben“, so Gates.