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Konsumentenschutz

Britische Behörde prüft In-App-Käufe

Entwickler kostenloser Spiele im Web oder in Smartphone- und Tablet-Anwendungen verdienen häufig mit dem Verkauf zusätzlicher Inhalte Geld. Das britische Office of Fair Trading (OFT) will sich nun die Geschäftspraktiken der Anbieter solcher Spiele näher ansehen. Dabei will die Behörde überprüfen, ob Kinder durch unfaire Praktiken zum Kauf neuer Features oder Inhalte gedrängt werden, wie es in einer Aussendung vom Freitag heißt.

Die Behörde will deshalb Anbieter von kostenlosen Spielen zu ihren Marketing-Praktiken befragen. Das OFT ruft auch Eltern und Konsumentenschutzgruppen auf, ihr Informationen über irreführende oder aggressive Verkaufspraktiken in solchen Spielen zukommen zu lassen.

"Wollen In-App-Käufe nicht verbieten"
Laut dem OFT sind etwa 80 der 100 beliebtesten Android-Apps in Großbritannien kostenlos erhältlich. Geld verdienen die Entwickler mit In-App-Verkäufen. Die Behörde will auch untersuchen, ob die Anbieter über die tatsächlichen Kosten ihrer Anwendungen beim Downlaod oder beim Zugriff auf ihre Angebote Auskunft geben.  

Man wolle In-App-Verkäufe nicht verbieten, sondern sicherstellen, dass dabei keien unfairen Praktiken zur Anwendung kommen, sagte OFT-Direktor Cavendish Elithorn. Ein Bericht zu den Untersuchungen der britischen Behörde soll im Oktober veröffentlicht werden.

Aufsehenerregende Fälle
Zuletzt sorgte in Großbritannien der Fall eines Fünfjährigen

, der fast 2000 Euro für In-App-Käufe in einem iPad-Spiel ausgab. Das Geld wurde den Eltern zwar refundiert, Meldungen über horrende Kreditkartenrechnungen im Zusammenhang mit In-App-Käufen von Minderjährigen gibt es aber immer wieder. Apple legte im Februar eine Sammelklage in den USA wegen nicht autorisierter In-App-Käufe in Spieleanwendungen
.

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