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Statistik
01/11/2012

CD und DVD bei Dieben unbeliebt

Die Film- und Musikindustrie sollte vielleicht einmal einen Blick auf die aktuelle britische Kriminalitätsstatistik riskieren - nur mehr 7 Prozent aller gestohlenen Gegenstände waren CDs und DVDs und die Tendenz zeigt weiter nach unten

Schlechte Nachrichten für die Film- und Musikindustrie: ihre Inhalte sind es scheinbar nicht einmal mehr wert gestohlen zu werden. Zumindest wenn man nach den aktuellen Zahlen der britischen Kriminalitätsstatistik geht, denn während Elektronikartikel wie Computer und Mobiltelefone immer beliebter unter den Dieben wurden, sind die Diebstähle von CDs und DVDs auf ein Rekordtief gesackt. Nur mehr in 7 Prozent der Diebstähle wurden auch die runden Datenträger entwendet, die scheinbar stark an Beliebtheit verlieren - zum Vergleich: 2003 waren es noch 24 Prozent. Selbst Toilettenartikel und Zigaretten sind nur wenig beliebter als CDs und DVDs.

Konkurrenz durch Streaming-Anbieter
Der Grund dafür ist klar: abgesehen davon, dass der Preis für DVDs massiv gefallen ist - kaum jemand kauft noch einen Datenträger, wenn er viele der Inhalte für deutlich weniger Geld über das Internet konsumieren kann. Video-On-Demand-Dienste wie Netflix oder Lovefilm setzen herkömmliche DVD-Verleihe und Kinos stark unter Druck - und scheinbar auch die Kriminellen. Die konzentrieren sich nun stattdessen auf Computer und PC-Zubehör. 2011 wurden in Großbritannien sogar mehr Computer gestohlen als Brieftaschen oder Handtaschen. Schmuck schlägt allerdings weiterhin niemand aus - durch die stark gestiegenen Rohstoffpreise wird immer noch munter Jagd auf Gold und Edelsteine gemacht.