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Rechtsbeistand

Chatbot-Anwalt hilft Flüchtlingen dabei, Asyl zu bekommen

Der Chatbot-Anwalt DoNotPay, der im vergangenen Jahr in London 160.000 Strafzettel, annullierte, hat sein Tätigkeitsfeld gewechselt bzw. ausgebaut: Er hilft nun Asylwerbern im Asylverfahren in den USA, in Kanada und in Großbritannien.

Der Stanford-Student, Joshua Browder, der den DoNotPay-Bot erschaffen hat, hofft, dass der automatisierte Chatbot-Anwalt nun auch Menschen helfen kann, die ein Recht auf Schutz haben, unabhängig davon, ob sie sich einen Anwalt leisten können oder nicht.

Schwierige Formulare

Wer Fragen zu seinem Asylverfahren hat, kann nun ganz einfach über den Facebook-Messenger um Hilfe fragen. In erster Linie ist der Chatbot-Anwalt darauf programmiert, als intelligente Ausfüllhilfe für Einreiseformulare zu dienen. Um diese Formulare richtig ausfüllen zu können und um herauszufinden, ob jemand überhaupt Anspruch auf Asyl hat, stellt der Chatbot den Nutzern eine ganze Reihe von Fragen.

Chatbot-Anwalt leistet Rechtsbeistand für Asylwerber

Neben der jeweiligen Rechtslage war es eine riesige Herausforderung, die richtige Ausdrucksweise zu treffen. Denn das bürokratisierte Englisch, das in derartigen Formularen verwendet wird, sei nicht ganz einfach, erklärt Browder gegenüber dem Guardian.

Das nächste Ziel von Browder sei es nun, den Facebook-Messenger-Anwalt in noch mehr Sprachen verfügbar zu machen. Derzeit arbeitet er an einer arabischen Übersetzung.

Nachdem der Erfolg von DoNotPay bekannt wurde, bekundeten Menschenrechtsorganisationen Interesse an automatisiertem Rechtsbeistand. Daten sammeln will Browder mit seinem Chatbot nicht. Sobald die Hilfe abgeschlossen ist, werden die Daten gelöscht, versichert er.

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