Digital Life
12.06.2017

Cybercrime: Malware lässt Raspberry Pi Geld drucken

Neu entdeckte Schadsoftware befällt Raspberry-Minicomputer und nutzt sie, um Crypto-Geld herzustellen. Passwortänderung schützt.

Besitzer eines Raspberry Pi sollten, falls sie es nicht schon längst getan haben, das standardmäßig generierte Passwort ihres Minirechner-Systems ändern. Eine neue Linux-Malware mit dem Namen " Linux.MulDrop.14" befällt Pi-Installationen, indem sie nach offenen SSH-Ports sucht, die nur mit dem ungeänderten Passwort geschützt sind, wie hothardware berichtet. Wird die Schadsoftware fündig, loggt sie sich über SSH ein, ändert das Passwort und installiert weitere Software, die dann dazu genutzt wird, um Cryptowährungen zu "minen".

Die Angreifer spekulieren darauf, dass sie ein großes Nertzwerk aus gekaperten Raspberrys aufbauen können, das dann über genügend Rechenpower verfügt, um größere Geldbeträge in Cryptowährungen errechnen zu können. Betroffene Minicomputer werden dabei annähernd voll ausgelastet, was ihren Stromverbrauch erhöht und nur wenig Ressourcen für die Zwecke übrig lässt, die der Besitzer eigentlich vorgesehen hat. Ein einfacher Passwortwechsel oder das Deaktivieren von SSH schützen effektiv vor der Malware.