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Kunst Design Week: Wenn virtuelle auf echte Realität trifft.

Invisible Walls
Invisible Walls - Foto: PIE Campus Hagenberg, FH OÖ
Ein Kunstprojekt des Campus Hagenberg der Fachhochschule Oberösterreich lässt bei der Vienna Design Week die Grenze zwischen virtuell und real verschwimmen.

Im Rahmen der Vienna Design Week, die vom 30.9 bis zum 9.10. in Wien stattfindet, präsentiert die Forschungsgruppe “Playful Interactive Environments” des Campus Hagenberg der FH Oberösterreich in Zusammenarbeit mit aws-Kreativwirtschaft eine interaktive Installation, die virtuelle Realität (VR) durch echte Menschen anreichert. “Die Installation heißt 'Pie Deck: Invisible Walls' und erlaubt es einer Person in der virtuellen Welt mit realen Menschen zu interagieren”, erklären Michael Lankes und Juergen Hagler vom Campus Hagenberg im Gespräch mit der futurezone. Dabei wird eine Person mit einer VR-Brille eine virtuelle Welt versetzt. Der Clou an der Installation ist, dass andere Personen, die sich in einem elf mal fünf Meter großen Areal befinden, ebenfalls mit Laser Ranger erfasst werden und so für den Träger der VR-Brille auch in der künstlichen Welt zu sehen sind.

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Foto: PIE Campus Hagenberg, FH OÖ
Durch das Tracken der Hände über einen Leap-Motion-Scanner an der VR-Brille kann die Versuchsperson in der virtuellen Welt mit den Projektionen der ihn umgebenden Menschen interagieren und diese per Gestensteuerung umfärben oder zum Vibrieren bringen. Zu einer Berührung in der echten Welt muss es dazu nicht notwendigerweise kommen, die Interaktion funktioniert auch aus der Distanz. Der Träger der VR-Brille hat einen Bewegungsradius von etwa zwei Metern.

Virtuelle Präsenz

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Foto: PIE Campus Hagenberg, FH OÖ
Bei der Installation handelt es sich um die Weiterentwicklung eines Projekts, das schon bei der Ars Electronica und beim Animafest Zagreb präsentiert wurde. “Die Personen sind hier nicht allein im virtuellen Raum. Wir wollen damit ausloten, wie Menschen soziale Präsenz erfahren. Alle Besucher können die VR-Brille aufsetzen und das ausprobieren. Danach bekommen Sie einen Fragebogen, damit wir ihre Erfahrungen auswerten können”, sagt Lankes. In Zukunft soll es auch Projekte geben, bei denen mehrere Personen gleichzeitig in dieselbe virtuelle Realität eintauchen können, und dort mit Menschen aus der “echten” Welt interagieren.

Die Installation ist noch bis zum Ende der Design Week am 9.10. in der Schlossgasse 14 in Wien zu sehen. Besucher sind herzlich eingeladen, selber in die virtuelle Welt einzutauchen. Am Donnerstagnachmittag findet um 15 Uhr zudem ein Vortrag über die Hintergründe des Projekts statt.

 

Dieser Artikel ist im Rahmen einer Kooperation zwischen futurezone und FH Oberösterreich entstanden.

(futurezone) Erstellt am 06.10.2016, 14:04

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