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Veranstaltung Die RobotChallenge feiert Jubiläum.

Foto: David Kotrba
Europas größter Roboter-Wettbewerb wird bereits zum zehnten Mal ausgetragen. In Wien treten heuer 399 Roboter in Disziplinen wie Sumoringen, Sprint oder einem Air Race an. Die Veranstaltung findet von 23. bis 24. März bei freiem Eintritt in der Aula der Wissenschaften statt.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die RobotChallenge zu einem internationalen Treffpunkt für technikbegeisterte Roboter-Bastler entwickelt. Nahmen bei der ersten Auflage der Veranstaltung im Jahr 2004 lediglich sieben Roboter aus Österreich teil, sind es 2013 rund 470 Teilnehmer aus 23 Ländern mit 399 Robotern. Alleine gegenüber dem Vorjahr hat sich die Teilnehmerzahl beinahe verdoppelt.

Hands-On mit neuen Technologien
"Die Wiener Aula der Wissenschaften ist als Veranstaltungsort schon beinahe zu klein, weil der Bewerb derart rasch wächst", sagt INNOC-Geschäftsführer Roland Stelzer stolz. Die Österreichische Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (INNOC) veranstaltet die RobotChallenge alljährlich gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung.

Die RobotChallenge soll jungen Menschen die Möglichkeit geben, eine "Hands-On"-Erfahrungen mit neuen Technologien zu machen. "Die Robotik ist eine schöne Mischdisziplin. In diesem Bereich ist alles von Elektrotechnik über Informatik und Mechatronik vorhanden", meint Stelzer.

Fünfzehn Disziplinen
Bei der RobotChallenge gibt es 15 verschiedene Disziplinen. In mehreren Größenklassen wird etwa Roboter Sumo gekämpft. Von den 2,5 mal 2,5 Zentimeter großen Teilnehmern der "Nano"-Klasse bis zu 20 mal 20 Zentimeter großen "Mega"-Robotern müssen Gegner aus einem runden Ring gedrängt werden.

Als Einsteiger-Disziplin gilt Line Follower. Hier müssen Roboter so schnell wie möglich eine vorgezeichnete Linie entlang fahren. Der Aufwand, einen darauf abgerichteten Roboter zu entwickeln, ist relativ überschaubar. 2013 gibt es dabei erstmals eine eigene Lego-Kategorie, bei der Lego Mindstorm Roboter gegeneinander antreten.

Beim Air Race müssen fliegende Roboter Achterschleifen um zwei Poller fliegen und dabei zielgenaue Navigation und Geschwindigkeit unter Beweis stellen. Bei allen Teilnehmern der RobotChallenge handelt es sich um Vollautomaten. Die Roboter müssen ihre Aufgaben nach dem Einschalten selbst erledigen, ferngesteuert wird dabei nicht.

Im Sumo wie im Humanoid Sprint sollen humanoide Roboter Bestleistungen erbringen. Die Gehbewegung gilt in der Robotik als besondere Herausforderung. Als Königsdisziplin bei der RobotChallenge gilt Puck Collect. Dabei müssen Roboter kleine Scheiben auf dem Spielfeld einsammeln und nach Farben sortieren.

Dabeisein im Vordergrund
Bei allen Bewerben steht der Spaß im Vordergrund. "Es geht weniger ums Gewinnen, als ums Dabeisein", sagt Stelzer. Für viele Teilnehmer bietet der Bewerb auch die Möglichkeit, in ein fernes Land zu reisen. 2013 ist unter anderem ein vierköpfiges Studenten-Team aus Mexico angereist, das ihre Roboter beim Micro Sumo und beim Mega Sumo in den Ring schickt. Auch ein Schüler aus Russland hat für diese Disziplinen Roboter entwickelt.

Was den Bewerb einzigartig macht, ist die Offenheit für alle Interessierten. Während andere Roboter-Wettkämpfe meist auf Universitäten und andere Bildungsinstitutionen beschränkt sind, kann bei der RobotChallenge Jedermann teilnehmen. Aus Österreich kommen 2013 übrigens 24 der 399 Roboter, was die internationale Reichweite der Veranstaltung unterstreicht.

Die RobotChallenge 2013 findet von Samstag, 23. März bis Sonntag 24. März, jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr in der Aula der Wissenschaften, Wollzeile 27a, 1010 Wien, statt. Mehr Informationen zum Programm der Veranstaltung finden sich unter robotchallenge.org.

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(futurezone) Erstellt am 21.03.2013, 13:50

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