Digital Life
05.02.2014

Digitales Kochen mit Smartphone und Foodblog

Smartphone, Tablet und Laptop werden zunehmend zu digitalen Küchenhilfen und erleichtern dabei sowohl Anfängern als auch Profis die Arbeit.

Selber kochen liegt im Trend und diverse Lebensmittelskandale verstärken unser Bedürfnis, Ernährung wieder selbst in die Hand zu nehmen und auf Fertiggerichte oder Gastronomie zu verzichten. Kochbücher stehen zwar in den Bestsellerlisten ganz oben, aber noch größeren Zulauf finden digitale Kochhilfen: Man kann online kochen lernen, eigene Kochbücher erstellen, den Herd mithilfe diverser Apps unter Kontrolle halten, außergewöhnliche oder einfache Rezepte in Foodblogs finden und Müll vermeiden, weil man Lebensmittel mithilfe von Online-Plattformen an andere weitergeben kann.

Essen im Internet

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Foodblogs

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Kochen gilt als entschleunigend und wird oft als willkommene Abwechslung zum stressigen Arbeitsalltag gesehen. Wer sich keinen teuren Kochkurs leisten will, hat die Möglichkeit, online kochen zu lernen. Die Kurse sind medial unterschiedlich aufgebaut: So kann man bei Feast um 49 Dollar 30 Tage lang via E-Mail Schneiden, Kochen, Schmecken lernen und bei Smart Kitchen gibt es um 7,50 Euro pro Monat fast 100 Videos für unterschiedliche Kochskills. Wem das „Kochlatein“ Fremdsprache genug ist, kann seine Kochkünste auch in deutscher Sprache verbessern, zum Beispiel auf lecker.de. Hier kann man Basics und Fortgeschrittenen-Wissen in Bild und Video erlernen.

Österreich kocht und trifft sich

Sehr engagiert sind Foodblogger in aller Welt, die in wirklich allen Kategorien, die man sich vorstellen kann, Rezepte mit zumeist sehr hübschen Bildern bieten. Auch Österreich kocht und bloggt: Foodblogs wie Birds like cake (schöne Backwerke), Schwesterlein an Lesterschwein (veganes Kochen), Pures Genießen (Kochen für Menschen mit Allergien), The Stepford Husband (Schnell und schön) oder auch Topf & Deckel (Kulinarische Abenteuer) bieten jede Menge Auswahl.

Die Foodblogger treffen sich übrigens alljährlich beim FoodCamp – ein „bisschen offline“ brauchen also auch die Onlineköche. Die Zeiten, in denen man wie Großmutter Rezepte in kleine Büchlein schreibt, sind freilich auch vorbei. 2014 erstellt man seine Kochbücher online – zum Beispiel auf Blurb.de. Ein Service, das von sich behauptet, dass das Erstellen eines Kochbuches genau so einfach ist, wie Wasser zu kochen. Wie es funktioniert: Buch-Software downloaden, Rezepte und Fotos platzieren (klingt einfach, kostet aber Nerven), fertig. Rezeptsammler haben die Wahl zwischen Kleinformaten mit Softcover bis hin zu schönen Leinenumschlägen – alles nur eine Preisfrage (von 12,99 bis 70 Euro).

Smartphone-Kochbücher

Der PC steht meist nicht in der Küche und auch den Laptop möchte man gerne vor Fettspritzern und Gemüseflecken schützen – daher muss oft das Smartphone beziehungsweise Tablet daran glauben. Die Apps, die Anfänger und Hobbyköche unterstützen sind vielfältig: Rezepte-Apps (zum Beispiel „Rezepte“ mit fast 10.000 kostenlosen Rezepten), Timer für die diversen Töpfe auf dem Herd (zum Beispiel „KitchenPad Timer“) oder die qualitativ sehr hochwertige und kostenlose Green Kitchen App der Food Plattform Food52.

Außergewöhnlich praktisch, wenn man auf Apps verzichtet und jede Menge Kochbücher sein Eigen nennt, ist die Seite Eat your Books. Als User kann man die Kochbücher, die man besitzt in einem digitalen Bücherregal anlegen und wenn einem in der Hitze des Kochgefechts nicht mehr einfällt, in welchem Buch man das Rezept gesehen hat, gibt man den Titel des Rezeptes oder eine spezielle Zutat auf der Seite ein und Eat your Books zeigt die Bücher an, in denen das gesuchte Rezept oder die gesuchte Zutat vorkommt.