Digital Life
12.10.2016

DriveNow stockt Wien-Flotte zum zweijährigen Jubiläum auf

Der Carsharing-Dienst DriveNow erweitert seine Flotte in Wien auf 500 Fahrzeuge und nimmt Simmering ins Geschäftsgebiet auf. Die E-Auto-Zahl bleibt vorerst bei 20.

DriveNow betreibt seit 17. Oktober 2014 seine Carsharing-Flotte in Wien. In den zwei Jahren seitdem hat das Unternehmen 70.000 Kunden in der Bundeshauptstadt gewonnen. Zum Jubiläum wird die Flotte nun um weitere 50 auf 500 Fahrzeuge aufgestockt. Außerdem wird das Geschäftsgebiet erweitert. In Zukunft sollen auch große Teile des elften Wiener Gemeindebezirks, Simmering, dazugehören. Das DriveNow-Geschäftsgebiet erstreckt sich damit auf nunmehr 101 Quadratkilometer.

Sechs Mieten pro Auto pro Tag

"Der rasante Anstieg von Kunden und Fahrten in den letzten beiden Jahren in Wien zeigt, dass unser flexibles Mobilitätskonzept von DriveNow den Nerv der Wienerinnen und Wiener getroffen hat", sagt DriveNow-Österreich-Geschäftsführer Robert Kahr. "Unsere Fahrzeuge werden mittlerweile im Schnitt jeweils sechs bis sieben Mal am Tag angemietet – ein deutlicher Anstieg in der Auslastung innerhalb des letzten Jahres."

Zur Erweiterung des Geschäftsgebietes meint Kahr: "In Simmering und Erdberg haben wir besonders hohes Potential festgestellt und uns hier zu einer Ausweitung um fünf Quadratkilometer entschieden."

Satelliten für Unternehmen

Abgesehen vom Gebiet im Süden der Stadt kommt außerdem ein so genannter Satellit - eine Geschäftsgebietinsel - in Floridsdorf hinzu. Hier wird DriveNow den Mitarbeitern eines großen Konzerns als zusätzliche Mobilitätslösung angeboten.

Das Beispiel soll in Wien Nachahmer finden, wenn es nach DriveNow geht. Das Unternehmen will verstärkt Firmenkunden ansprechen, die ihren Fuhrpark reduzieren und auf Carsharing umsteigen wollen.

Elektroautos beliebt...

Seit Dezember 2015 sind in Wien auch 20 Stück BMW i3 Teil der DriveNow-Flotte. Mit den Elektroautos hat DriveNow bislang viel Erfahrung gesammelt. Geschäftsführer Kahr zeigt sich begeistert über die Elektromobil-Affinität der Kunden: "Viele Leute kamen durch den i3 erstmals in Berührung mit der Elektromobilität. Die Fahrzeuge waren äußerst beliebt." In Wien lag die Anzahl der durchschnittlichen Mieten pro Tag für die Elektroautos über dem generellen Schnitt.

... aber nicht immer

Aufgeladen wurden die BMW i3 der Wiener Flotte bisher von DriveNow-Mitarbeitern. An den wenigen Schnellladestellen der Stadt machte man sich damit einige Feinde. "Wir sind hier offenbar in die Komfortzone einiger Elektroautofahrer eingedrungen", meint Kahr. Anfeindungen und sogar die gewaltsame Entfernung von Ladekabeln waren die Folge.

Ausbau des Ladenetzes

Kahr sieht den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur als große Notwendigkeit für die Zukunft. Mit der Stadtregierung und den Wiener Stadtwerken verhandelt DriveNow darüber, die geplante zusätzliche Infrastruktur für E-Taxis nutzen zu dürfen. Diese soll ab 2017 einsatzbereit sein.

Als positives Beispiel wird Berlin genannt. In der deutschen Hauptstadt sind derzeit 140 Elektroautos im Dienst von DriveNow. Sie können an 250 öffentlichen Ladesäulen betankt werden. Die Kunden laden Autos durch das große Angebot vermehrt selbst und kassieren Zeitgutschriften dafür.