Was Edward Snowden über den Fast-Doktortitel denkt, ist unklar

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Whistleblower-Würdigung
09/03/2014

Edward Snowden erhält doch keinen Ehrendoktor-Titel

Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden wird nun doch kein Ehrendoktor der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock.

Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) teilte am Mittwoch mit, er habe die Entscheidung von Unirektor Wolfgang Schareck gebilligt, der diese Würdigung abgelehnt hatte. Das Landeshochschulgesetz stelle besonders hohe Anforderungen für eine Ehrenpromotion und verlange, dass dazu eigenständige wissenschaftliche Leistungen notwendig sind. Die philosophische Fakultät habe nicht nachweisen können, dass solche Leistungen von Snowden erbracht worden seien, begründete Brodkorb seine Entscheidung.

Die Fakultät hatte im April beschlossen, dem als Whistleblower bekannt gewordenen Snowden die Ehrendoktorwürde zu verleihen. Er habe mit der Bekanntgabe der Praktiken des US-Geheimdienstes NSA die Funktion eines klassischen Aufklärers erfüllt. Schareck hatte als Rechtsaufsicht das Verfahren gestoppt. Er sah in der Übergabe der Daten keine wissenschaftliche Leistung, die für die Ehrendoktorwürde erforderlich ist.

Snowden lebt in Moskau, seine Aufenthaltsgenehmigung war Anfang August für drei Jahre verlängert worden.

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