Elon Musk und Shivon Zilis sind jetzt offiziell ein Paar. Sie kannten sich aber bereits seit vielen Jahren.
Elon Musk soll Freundin als Spionin bei OpenAI eingesetzt haben
2024 verklagte Elon Musk den OpenAI-Chef Sam Altman, nächsten Montag starten in der Stadt Oakland die Gerichtsverhandlung. Musk wirft Altman und einem weiteren OpenAI-Gründer darin vor, dass sie mit OpenAI unerlaubterweise reich geworden sind. Der Tesla-Chef will vor Gericht den Rauswurf von Altman und einem weiteren OpenAI-Manager erzwingen.
Die Washington Post bekam bereits Einblicke in Gerichtsakten. Die werfen kein besonders gutes Licht auf den Tesla-Chef, obwohl es eigentlich in dem Verfahren gar nicht um ihn geht.
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Musks geheime Spionin
Besonders kurios: Elon Musk soll Shivon Zilis als Spionin eingesetzt haben. Das Ziel war es, an geheime, firmeninterne Informationen zu kommen und Personal von OpenAI abzuwerben. Zilis, mit der Musk erstmals 2016 ein Verhältnis hatte als sie bei OpenAI arbeitete, wurde später nicht nur Managerin bei seiner Firma Neuralink. Sie gebar auch 4 seiner Kinder und ist mittlerweile seine offizielle Partnerin.
Während ihrer Zeit bei OpenAI soll Musk ihren Kontakt als „Schrödinger’s Cat“ (Schrödingers Katze) eingespeichert haben. Sie versorgte ihn anscheinend regelmäßig mit nützlichen Infos über die Vorgänge im Führungsstab des Unternehmens, das er einst mitgründete und fragte Musk, wie sie sich bei OpenAI verhalten sollte.
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Shivon Zilis und Elon Musk
© REUTERS / Nathan Howard
"Nashorn Ketamin"
Die Anwälte von OpenAI werfen Musk vor, dass er bei Verhandlungen mit OpenAI nicht bei Sinnen war. Der Grund: Musk habe am "Burning Man"-Festival im Bundesstaat Nevada eine Droge namens "Nashorn-Ketamin" genommen. Das schräge Festival in der Wüste ist für den allgegenwärtigen Drogenkonsum und sein alternatives Publikum bekannt. Es lockt aber auch viele Tech-Bros aus dem Silicon Valley an.
Musk sagt zu den Vorwürfen, dass er noch nie von einer Droge namens "Nashorn-Ketamin" gehört habe. Seinen Festivalbesuch hält er für den Rechtsstreit für irrelevant. Der Tesla-Chef hat in der Vergangenheit aber schon öffentlich zugegeben, die Droge Ketamin zu nehmen - angeblich um damit Depressionen zu behandeln. Die im Englischen "Rhino Ketamine" genannte Droge ist eine Mischung aus Ketamin und Amphetamin.
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Zuckerberg bot Musk das Löschen von Postings an
Neues verrät der Rechtsstreit auch über Musks Verhältnis zu Mark Zuckerberg. Die beiden haben sich öffentlich zwar oft gezankt - und wollten 2023 sogar gegeneinander im Ring kämpfen. Privat dürften sie aber enger befreundet sein als bisher bekannt.
Konkret geht aus den Gerichtsakten hervor, dass Zuckerberg Musk im Februar 2025 angeboten hat, kritische Postings über die von Musk geleitete Behörde DOGE (Department of Government Efficiency) zu löschen. Er soll Musk angeboten haben, „Doxxing oder Drohungen“ gegen DOGE-Mitarbeiter über Musks Regierungsbehörde von Meta-Plattformen zu löschen.
Gericht bringt sich in Stellung
Im Gerichtsverfahren geht es eigentlich darum: OpenAI wurde ursprünglich als Nonprofit-Organisation gegründet. Stetig rückte das KI-Unternehmen dann aber von seiner ursprünglichen, gemeinwohlorientierten Vision ab und wurde stattdessen auf einen gewinnorientierten Kurs gebracht. Elon Musk war einer der Mitgründer. Er will vor Gericht erzwingen, dass Sam Altman und der jetzige OpenAI-Manager Greg Brockman aus dem OpenAI-Führungsstab entfernt werden. Er findet, dass sie sich mit dem wirtschaftlichen Kurswechsel unrechtmäßig bereichert haben.
Musk fordert von OpenAI und Microsoft, Miteigentümer von OpenAI, nun vor Gericht mehr als 150 Milliarden Dollar Schadenersatz, berichtet die New York Times.
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OpenAI spricht von Mobbing
OpenAI - oder vielmehr seine Führungsriege - sieht jedoch eher einen Mobbingversuch. „Angetrieben von Neid, dem Bedauern darüber, OpenAI verlassen zu haben, und dem Wunsch, ein konkurrierendes KI-Unternehmen zu sabotieren, hat Elon jahrelang OpenAI durch unbegründete Klagen und öffentliche Angriffe schikaniert,“ heißt es in einem Unternehmensstatement vom Oktober. Das Gericht wird nun darüber urteilen müssen.
Die Causa zeigt jedenfalls nicht, wie tief die Gräben zwischen Elon Musk und Sam Altman sind, sondern auch wie viele Grabenkämpfe die mächtigen Tech-Chefs hinter den Kulissen untereinander austragen. Nicht ganz unwichtig für die ganze Story: Die Washington Post, jene Zeitung, die aus den Gerichtsakten zitiert, gehört einem weiteren Tech-Bro - nämlich Amazon-Gründer Jeff Bezos, der nicht allzu gut auf Elon Musk zu sprechen ist.
„Dies ist nur eine Front in einem erbitterten Kampf der Milliardäre um finanzielle Ressourcen, staatliche Unterstützung und letztendlich die Vorherrschaft der KI“, sagte die KI-Expertin Oren Etzioni zur New York Times. Der Ausgang des Verfahrens wird mit Spannung erwartet: Sollte das Gericht Musk Recht geben, könnte das OpenAI, das unmittelbar vor einem Börsengang steht, ziemlich ins Wanken bringen.
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