Digital Life
06.01.2016

Erster Streik bei Amazon im neuen Jahr

Die Gewerkschaft setzt Amazon erneut unter Druck. Streiks an drei Standorten sorgen dafür, dass nur mehr ein Standort in Berlin in Betrieb ist.

Die Gewerkschaft Verdi hat am Mittwoch zum ersten Mal im neuen Jahr beim Versandhändler Amazon zum Streik aufgerufen. Betroffen seien die Standorte Leipzig sowie Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen, sagte der Leipziger Verdi-Streikleiter Thomas Schneider. Da in Bayern und Baden-Württemberg wegen des Feiertags nicht gearbeitet werde, sei damit nur ein Amazon-Standort nahe Berlin regulär in Betrieb.

Bessere Verträge gefordert

Die Gewerkschaft fordert für die 10 000 Mitarbeiter des US-Konzerns in Deutschland einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das würde für die Mitarbeiter mehr Sicherheit und höhere Löhne bedeuten. Das Unternehmen sieht sich dagegen als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende des in dieser Branche Üblichen.