© dpa Armin Weigel

Getrickst

Facebook soll Datenrichtlinien für Studie angepasst haben

Die umstrittene Facebook-Studie sorgt weiterhin für Aufregung. Laut einem Bericht der Online-Ausgabe von Forbes soll Facebook die Datenverwendungsrichtlinien vier Monate nach Beginn des Experiments angepasst haben. Damit wären derartige Experimente zum Start der Untersuchung noch nicht erlaubt gewesen. Facebook legitimierte seine Forschung bislang mit dem entsprechenden Passus sowie durch die Prüfung einer unabhängigen Ethik-Kommission.

Emotionale Übertragung

Die Studie wurde im Jänner 2012 durchgeführt, die Erweiterung der Richtlinien auf die Nutzung "für interne Prozesse, u. a. Fehlerbehebung, Datenanalyse, Tests, Forschung und Leistungsverbesserung" erfolgte jedoch erst im Mai 2012. Facebook hatte für ein Experiment den News Feed von 689.003 US-Nutzern manipuliert. Das US-Konzern wollte so herausfinden, ob Emotionen auch über soziale Netzwerke übertragen werden.

Im Experiment konnte ein derartiger Effekt nachgewiesen werden, wurden beispielsweise weniger positive Beiträge angezeigt als zuvor, posteten Facebook-Nutzer daraufhin eher negative Inhalte. Das Vorgehen wurde heftig kritisiert, vor allem da die beteiligten Facebook-Nutzer nicht über das Experiment informiert wurden.

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