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Social Media Facebook verliert bei Jugendlichen rapide an Relevanz.

Für Jugendliche nicht mehr so wichtig: Facebook
Für Jugendliche nicht mehr so wichtig: Facebook - Foto: REUTERS/REGIS DUVIGNAU
Jugend Internet Monitor: WhatsApp und YouTube bei österreichischen Jugendlichen vorne. Die App Musical.ly verzeichnet starke Zuwächse.

Österreichs Jugendliche wenden sich von Facebook ab. Das Online-Netzwerk rangiert bei einer Erhebung der beliebtesten Online-Anwendungen österreichischer Jugendlicher  nur noch auf dem fünften Rang. Lediglich 48 Prozent der Elf- bis 17-Jährigen gaben bei der von der Initiative Saferinternet.at in Auftrag gegebenen Erhebung an, Facebook zu nutzen. Im Vergleich zum Vorjahr fiel Facebook um zwei Plätze und 21 Prozentpunkte zurück.

Am beliebtesten sind WhatsApp und YouTube, die beide von mehr als 90 Prozent der befragten Jugendlichen verwendet werden. Immerhin 68 Prozent nutzen die Bilder-App Instagram, 65 Prozent kommunizieren auch über Snapchat.

Facebook werde meistens nur mehr als Nachrichtenkanal oder für Spiele und nicht mehr als soziales Netzwerk genutzt, heißt es in der vom Institut für Jugendkulturforschung durchgeführten Studie, für die im Novemberund Dezember 2016 400 österreichische Jugendliche im Alter zwischen elf und 17 Jahren befragt wurden.

Musical.ly legt stark zu

Erstmals gereiht wird die App Musical.ly, die vor allem bei Elf- bis 14-Jährigen gut ankommt. 39 Prozent der Jugendlichen in der Altersgruppe nutzen das Netzwerk, auf dem kurze nutzergenerierte Musik-Videos gepostet und getauscht werden können. Die App spielt lauft Saferinternet für die Selbstinszenierung der Teenager eine wichtige Rolle.

Weitere populäre Dienste sind die Ratgeber-Plattform Ask.fm (17 Prozent),  der Videospielservice Twitch und der Kurznachrichtendienst Twitter ( beide 14 Prozent).

Während YouTube und WhatsApp von Mädchen und Buben gleichermaßen stark genutzt werden, überwiegen bei Instagram, Snapchat und Musical.ly eindeutig Mädchen. Twitch findet hingegen fast ausschließlich bei  Burschen Anklang.

Bilder und Videos

Generell hat die Nutzung von Bilder- und Videoanwendungen im vergangenen Jahr stark zugenommen. Instagram und Snapchat, die beide stark auf visuelle Kommunikation setzen,  erzielten Zuwächse von mehr als zehn Prozent. „Bilder und Videos sind für viele Jugendliche die wichtigsten Ausdrucksformen geworden, um sich im Freundeskreis auszutauschen und um mit ihrem digitalen Umfeld zu kommunizieren“, sagt Matthias Jax von Saferinternet.at.

Abgefragt wurde auch die Relevanz der Plattformen für die Jugendlichen. Auch hier führt WhatsApp (77 Prozent) vor YouTube (45 Prozent), Snapchat (43 Prozent) und Instagram (34 Prozent). Facebook ist demnach  nur noch jedem fünften Jugendlichen „sehr wichtig“.

(futurezone) Erstellt am 15.03.2017, 10:06

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