Digital Life
06.02.2017

Faktencheck-Seite Mimikama wird erneut bedroht

Unter "Anonymous"-Deckmantel wird ein Mitarbeiter der Faktenchecker-Webseite Mimikama bedroht. Der Verein hat Anzeige erstattet.

Der Verein Mimikama, der sich unter anderem der Aufdeckung von Falschmeldungen gegen Flüchtlinge widmet, wird erneut von unbekannten Rechtsextremisten bedroht. Wie Mimikama in einer Presseaussendung mitteilt, hat der Betreiber der Webseite Anonymousnews.ru (Webseite derzeit nicht erreichbar) einen Artikel veröffentlicht, in der Polizei-Razzien gegen Betreiber des Webshops "Migrantenschreck" angeprangert werden. In dem Artikel werden auch die Adressen zweier Privatpersonen genannt. Diese Adressen sollten von Lesern genutzt werden, um die "Denunzianten" anzuzeigen, die der Polizei wichtige Informationen geliefert hatten. Eine der Personen ist Mimikama-Pressesprecher Andre Wolf.

Bei dem Inhalt des Artikels handle es sich "um eine üble Nachrede und falsche Darstellung", schreibt Mimikama in seiner Pressemitteilung. "Das Ziel dieses Inhaltes ist es, die Arbeit des Vereins zu stören und Druck auf eine einzelne Person auszuüben, die in ihrer Funktion als Pressesprecher das bekannteste Gesicht des Vereins Mimikama ist." Der Verein habe deshalb "justistische Mittel in Anspruch genommen, sowie auch die Polizei in Kenntnis gesetzt".

Mimikama wurde bereits im Sommer 2016 massiv bedroht. Die Gründer des Faktenchecker-Vereins gaben an, Angst um ihr Leben und das Leben ihrer Familien zu haben.