Digital Life
22.11.2017

FBI an iranischen Hacker: "Winter will come"

"Winter will come" richtet das FBI einem Hacker aus © Bild: 2017 Home Box Office, Inc.

"Winter will come" richtet das US-Justizministerium einem iranischen Hacker aus, der den Fernsehsender HBO erpresst und Game-of-Thrones-Infos online gestellt haben soll.

Ein Schuldiger für die Leaks von Game of Thrones-Informationen und diverser noch nicht ausgestrahlter Episoden des Fernsehsenders HBO ist gefunden - zumindest, wenn es nach US-Behörden geht. Ein Iraner, der als Computerspezialist unter anderem für das iranische Militär tätig gewesen sein soll, steckt laut dem US-Justizministerium hinter dem Diebstahl von HBO-Daten und soll den Sender damit auch erpresst haben.

Referenz an Game of Thrones

Bekanntlich waren vergangenen Sommer 1,5 Terabyte an sensiblen Daten von HBO entwendet worden, darunter die Drehbücher von noch nicht ausgestrahlten Game-of-Thrones-Episoden, aber auch Material diverser Serien. Laut FBI soll der Iraner sechs Millionen Dollar in Bitcoin als Lösegeld gefordert haben und ansonsten mit dem Veröffentlichen der Informationen, aber auch von TV-Episoden gedroht haben. Später drohte er dem FBI zufolge auch, Daten von den HBO-Servern unwiderruflich zu löschen.

Dass die USA jemals Zugriff auf den Beschuldigten bekommen, der in verschiedenen Anklagepunkten belangt wird, ist angesichts der Feindschaft zwischen dem Iran und den USA äußerst fraglich. Auch wenn der Mann heute nicht verhaftet werden könne, würden ihm die US-Behörden für immer im Nacken sitzen, bis er zur Rechenschaft gezogen werde. Für derartige Hacker werde - auch wenn sie sich hinter einer Tastatur in einem weit entfernten Land verstecken - am Ende der Winter kommen, teilte das FBI in Anlehnung an den Serienspruch von Game of Thrones mit.