Digital Life
07.10.2013

FBI will von Silk Road beschlagnahmte Bitcoins verkaufen

Die mehr als 26.000 beschlagnahmten Bitcoins sollen nach dem Ende des Verfahrens verkauft werden. Diese gehören jedoch nicht dem Angeklagten sondern den Nutzern von Silk Road.

Die Festnahme von Ross William Ulbricht, dem Gründer des Online-Shops The Silk Road, hat neben der Schließung der Plattform auch die Beschlagnahmung von mehr als 26.000 Bitcoins nach sich gezogen. Auf Anfrage von Forbes bestätigte ein Sprecher des FBI nun, dass man nach Ende des Verfahrens gegen Ulbricht die Bitcoins veräußern wolle. Zudem handle es sich laut dem FBI beim beschlagnahmten Konto nicht um Ulbrichts Privat-Vermögen sondern die Guthaben der Silk Road-Nutzer. Das Privat-Konto sei derzeit noch nicht erreichbar für die Behörden, da es verschlüsselt ist. Berichten zufolge sollen sich darauf aber Bitcoins im Gesamtwert von mehr als 80 Millionen US-Dollar befinden. Damit würde Ulbricht rund fünf Prozent der derzeit existierenden Menge an Bitcoins besitzen.

Protestnachrichten an das FBI

Die Adresse des beschlagnahmten Bitcoin-Wallets wurde nun öffentlich und zur Zielscheibe zahlreicher ehemaliger Silk Road-Nutzer. Diese schicken nun Mikro-Transaktionen in der Höhe von 0,0000001 Bitcoins, gemeinsam mit Protest-Nachrichten, an die Adresse. Während einige versuchen, mit Social Engineering-Tricks und Phishing die Kontrolle über das mehr als 3,6 Millionen Dollar schwere Wallet zu erlangen, wollen andere wiederum nur ihren Frust über die Schließung von The Silk Road zum Ausdruck bringen.