Digital Life
08.04.2016

Fitness-Tracker rettete Mann möglicherweise das Leben

Die Daten, die über ein Fitbit-Armband ausgelesen wurden, verhalfen einem 42-jährigen US-Amerikaner zur richtigen Behandlung.

Ein 42-jähriger Mann ist nach einem Herzanfall in das Krankenhaus Our Lady of Lourdes Medical Center in Camden im US-Bundesstaat New Jersey eingeliefert worden. Dort haben die Ärzte festgestellt, dass er an Vorhofflimmern leidet, also an einer Herzrhythmusstörung. Weder die Ärzte noch der Patient wusste, ob es sich dabei um ein chronisches Leiden handelt, oder ob der Grund für das Flimmern der Anfall zuvor war, wie unter anderem Metro.co.uk berichtet.

Diese Information ist aus diesem Grund wichtig, weil Vorhofflimmern in der Regel durch elektrische Kardioversion behandelt wird. Damit wird der Herzmuskel durch einen Stromstoß wieder in den korrekten Rhythmus gebracht. Wendet man das allerdings bei einem Menschen mit chronischem Flimmern, könnte diese Behandlung im schlimmsten Fall zu einem Schlaganfall und dem Tod führen. Umgekehrt kann das Unterlassen der Behandlung ebenfalls zu einem Schlaganfall führen, wenn es sich um kein chronisches Leiden handelt.

Daten vom Fitness-Tracker

In ihrem Bericht beschreiben die Ärzte, dass sie bemerkten, dass der Patient einen Fitness-Tracker am Handgelenk trug. Konkret handelte es sich dabei um ein Gerät des US-Herstellers Fitbit. Dadurch konnte mithilfe des Smartphones der Pulsverlauf des Mannes analysiert werden. So stellte sich heraus, dass die Herzrhythmusstörung tatsächlich ein Resultat des Anfalls war und sie konnten mit der gewohnten Behandlung fortfahren.

Es ist der erste bekannte Fall, wo sich Ärzte die Daten zunutze machen, die durch einen Fitness-Tracker aufgezeichnet wurden.