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USA
10/15/2014

Gaming-Kulturkritikerin erhielt Morddrohungen

Die feministische Kulturkritikerin Anita Sarkeesian musste einen Auftritt an einer Universität absagen, nachdem ein Massaker angedroht wurde.

Eigentlich sollte Anita Sarkeesian am Mittwoch an der Utah State University einen Vortrag im Center For Women and Gender halten, der nun aber abgesagt werden musste. Wie der Standard Examiner schreibt und sie selbst über Twitter angab, war sie dazu gezwungen, nachdem sie sowie Verantwortliche der Universität Drohschreiben bekommen hätten, dass „die tödlichste Schulschießerei in der Geschichte Amerikas“ stattfinden werde, wenn sie auftritt.

Der Unbekannte gab an, Feministinnen hätten sein Leben ruiniert und wollte eine Attacke im Stile des frauenfeindlichen Amoklaufs an einer Universität in Montreal durchführen, der 1989 14 Frauen das Leben kostete. Später gab Sarkeesian über Twitter bekannt, dass sie nicht aufgrund der Drohungen absagte, sondern deswegen, weil sie die Sicherheitsmaßnahmen der Uni für unzureichend befand.

Hintergrund

Sarkeesian hat sich im Rahmen ihres Projektes Tropes vs. Women in Video Games in der Vergangenheit wiederholt kritisch über das Frauenbild in Videospielen geäußert und musste dafür immer wieder Drohungen hinnehmen. Auch im Rahmen der Gamergate-Bewegung wurde die Kulturkritikerin angegriffen. Die Bewegung sollte ursprünglich mit Vorurteilen und Korruption in der Spielewelt aufräumen, führte aber auch dazu, dass weibliche Kritiker und Journalisten Ziel von frauenfeindlichen Angriffen waren. Ob die jüngste Drohung nun auch in Verbindung mit Gamergate steht, ist aktuell nicht bekannt.

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