Digital Life
12/23/2018

Glitzerbomben-Video war teilweise gefälscht

Der NASA-Techniker und YouTuber Mark Rober musste eineinhalb Minuten an Material löschen und entschuldigt sich.

Das Video der selbstgebastelten, stinkenden Glitzerbombe, welche Diebe für ihre Tat bestrafen soll, war in Teilen inszeniert. Das musste der Entwickler Mark Rober nun zugeben, nachdem im Internet Zweifel an den gefilmten Reaktionen der vermeintlichen Diebe auftraten. Rober gibt an, selbst Opfer gewesen zu sein und nicht gewusst zu haben, dass zwei der insgesamt fünf Reaktionen gefälscht waren.

Er entschuldigte sich auf Twitter und YouTube und schnitt die besagten Szenen wieder heraus. Offenbar hatten zwei Stunden entfernt lebende Bekannte, die ihm beim Stellen von Dieben in der Nachbarschaft halfen, ihrerseits Freunde engagiert, welche den Diebstahl nur vorspielten. Rober hatte das Material, für das er eine finanzielle Entschädigung bezahlte, eigenen Aussagen zufolge nicht angezweifelt bzw. nicht erwartet, dass die Bekannten ihn auf diese Weise hintergehen würden.

Zumindest drei Reaktionen echt

Die drei weiterhin im Video zu sehenden Reaktionen seien aber garantiert echt. Sie stammen von Diebstählen vor seiner Wohnungstür, er könne deshalb für die Echtheit der Aufnahmen garantieren, sagte Rober. Der Popularität des Videos wird das Geständnis wohl kaum schaden - im Gegenteil. Aktuell steht es auf YouTube bei über 47 Millionen Klicks. Viele Nutzer zeigten aufgrund der offenen Erklärung und Entschuldigung Verständnis, zumal das Konzept an sich die Menschen weiterhin begeistert.